Verdacht auf Rindertuberkulose

BREGENZ. In Vorarlberg sind sechs Höfe wegen einer möglichen Rinder-TBC-Infektion gesperrt worden. Bereits in der vergangenen Woche waren Verdachtsfälle gemeldet worden, wie das Vorarlberger Landesveterinäramt gestern mitteilte.

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BREGENZ. In Vorarlberg sind sechs Höfe wegen einer möglichen Rinder-TBC-Infektion gesperrt worden. Bereits in der vergangenen Woche waren Verdachtsfälle gemeldet worden, wie das Vorarlberger Landesveterinäramt gestern mitteilte. Betroffen sind Betriebe in Klösterle, im Silbertal sowie vier in der Talschaft Montafon.

Weder kaufen noch verkaufen

Eine Sperrung der Höfe bedeutet, dass Tiere dort weder gekauft noch verkauft werden dürfen. Für zwei Betriebe in Lech und im Silbertal hatte es Ende der vergangenen Woche Entwarnung gegeben. Auch dort hatten Rinder auf einen Tuberkulin-Hauttest und die darauffolgenden Blutuntersuchungen positiv reagiert. Die Resultate der diagnostischen Tötung der Tiere zeigten dann aber keine Tuberkulose-Infektion.

Den getöteten Rindern werden die Organe entnommen und die Lymphknoten an die Agentur für Ernährungssicherheit (Ages) nach Mödling geschickt. Einen ersten Zwischenbefund aus Schnelltests gibt es normalerweise bereits nach wenigen Tagen. Sollten diese positiv sein, müssen weitere Untersuchungen durchgeführt werden. Bis ein endgültiges Ergebnis vorliegt, dauert es in der Regel zwei Monate.

Vom Rotwild angesteckt

Angesteckt werden die Rinder von infiziertem Rotwild – im Sommer teilen sich Alpvieh und Rotwild denselben Lebensraum. Deshalb müssen alle Rinder, die den Sommer auf Vorarlbergs Alpen verbracht haben, auf TBC untersucht werden. In den Risikogebieten sind über den Winter schon an die 12 000 Rinder getestet worden. (sda)

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