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Verdacht auf Bänderriss: Polizisten nach Fussballkrawallen in St.Gallen aus Spital entlassen +++ SBB erstatten Anzeige

Am Sonntagabend haben nach dem Fussballspiel FCSG – FCZ Chaoten des FC Zürich am Bahnhof Winkeln gewütet. Drei verletzte Polizisten konnten das Spital mittlerweile wieder verlassen. Noch ist unklar, wann sie wieder arbeitsfähig sind. Die SBB haben Anzeige erstattet.
Rossella Blattmann
Am Tag danach sind die Spuren der Krawalle noch besser sichtbar. (Bild: Stapo SG)
Ein beschädigter Polizistenhelm. (Bild: Stapo SG)
Zerstörungen im Bereich des Bahnhofs St.Gallen Winkeln. (Bild: Stapo SG)
Jede Menge Schottersteine, von Zürcher Chaoten geworfen, liegen herum. (Bild: Stapo SG)
Der Bahnhof St.Gallen Winkeln nach den Ausschreitungen. (Bild: Stapo SG)
5 Bilder

Ausschreitungen nach FCSG – FCZ

Nach dem Spiel FC St.Gallen-FC Zürich kam es am Sonntagabend am Bahnhof Winkeln zu Auseinandersetzungen zwischen Chaoten und Polizisten. Anhänger des FCZ, welche den Extrazug Richtung Zürich hätten besteigen sollen, attackierten die Polizei. Sie bewarfen sie mit Schottersteinen, Handlichtfackeln und Knallkörpern. Die Polizei setzte Gummischrot und Reizgas ein, um die Lage unter Kontrolle zu halten.

Schon lange keine Ausschreitungen mehr

Dionys Widmer, Sprecher Stapo St.Gallen. (Bild: PD)

Dionys Widmer, Sprecher Stapo St.Gallen. (Bild: PD)

«Die drei verletzten Polizisten wurden am Sonntagabend wieder aus dem Spital entlassen», sagt Dionys Widmer, Sprecher der Stadtpolizei St.Gallen, am Montagmorgen auf Anfrage des «Tagblatts». Die Beamten haben sich Bein-, Knie- und Fussverletzungen zugezogen. «Ein Polizist erlitt vermutlich einen Bänderriss», sagt Widmer. Die Verletzungen sind gemäss Widmer leicht bis mittelschwer. Dennoch sagt er: «Es ist aufgrund der Verletzungen zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar, wann die drei Männer wieder arbeitsfähig sind.» Von weiteren Verletzten habe er bisher keine Kenntnis.

Die Polizei konnte am Sonntagabend keine Personen verhaften. «Die Ausschreitungen waren derart massiv, dass wir niemanden festnehmen konnten», sagt Widmer. Die Polizei sei momentan damit beschäftigt, das Videomaterial auszuwerten. «Das kann bei grösseren Ausschreitungen wie diesen mehrere Tage oder Wochen dauern.»

Die Stadtpolizei St.Gallen wurde am Sonntag laut Widmer durch Angehörige mehrerer Ostschweizer Kantonspolizeien unterstützt. Bei grösseren Spielen wie dem Match FCSG – FCZ sei das die Norm. Was hingegen nicht die Norm ist, sind derart massive Ausschreitungen von Fussballchaoten in St.Gallen. «Es ist schon sehr lange her, dass wir in St.Gallen mit Ausschreitungen und Gewalt wie am Sonntagabend zu tun hatten», sagt Widmer.

SBB erstatten Anzeige

Der Extrazug der SBB war nach den Ausschreitungen nicht mehr fahrtüchtig. Es musste ein neuer Ersatzzug organisiert werden. Diesen bestiegen die rund 1000 FCZ-Anhänger kurz nach 20 Uhr und traten die Heimreise nach Zürich an. Wegen der Randale war der Bahnverkehr zwischen St.Gallen und Wil bis nach 20 Uhr eingeschränkt. Die Höhe des Sachschadens ist nach wie vor offen.

Christian Ginsig, Mediensprecher der SBB, bestätigt: «Der Extrazug wurde beschädigt und konnte nicht mehr eingesetzt werden. Grund war ein Luftverlust, weshalb das Bremssystem des Zuges nicht mehr funktionierte.» Die Ursache für diese Beschädigung sei in Klärung.

Die SBB erstatten im Fall der Chaoten von Sonntagabend Anzeige. Das täten sie bei jeder Art von Sachbeschädigung, sagt Ginsig weiter. «Wie üblich werden diese Ereignisse an die Meldestelle für Hooliganismus weitergegeben», ergänzt der SBB-Sprecher.

FCZ distanziert sich von Gewalt

Was sich nach den Krawallen von Sonntagabend genau zugetragen habe, sei noch unklar, teilt der FCZ in einem Communiqué mit. «Wir stehen jedoch in engem Kontakt mit der Polizei und werden das Ganze aufarbeiten.» Der FC Zürich verurteile jegliche Art von Gewalt und alle Arten von Sachbeschädigungen aufs Schärfste und werde der Polizei bei der Suche nach den Fehlbaren helfen, damit die Täter zur Rechenschaft gezogen werden können. (bro)

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