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«Eine Frechheit»: VBSG kritisieren negative Bewertung des Bundesamts für Verkehr

In seinem neusten Bericht zur Qualität im öffentlichen Verkehr hat das Bundesamt für Verkehr die VBSG als «ungenügend» bewertet. Diese weisen das Urteil dezidiert zurück – und kritisieren ihrerseits die Kriterien.
David Gadze
Auf Bildschirmen in VBSG-Bussen ist bei Haltestellen die Ortschaft nicht angegeben. Das gibt Abzug. (Bild: Michel Canonica/5. Juni 2014)

Auf Bildschirmen in VBSG-Bussen ist bei Haltestellen die Ortschaft nicht angegeben. Das gibt Abzug. (Bild: Michel Canonica/5. Juni 2014)

«Ungenügend.» Dieses Urteil fällt das Bundesamt für Verkehr (BAV) über die Verkehrsbetriebe St. Gallen in seinem neusten Bericht zur Qualität im regionalen Personenverkehr. In der Sparte «Bus» liegen sie unter 69 Schweizer Transportunternehmen an viertletzter Stelle und deutlich hinter dem Mindeststandard. Beim Kriterium «Haltestelle» erfüllen sie diesen zwar, verfehlen den sogenannten Akzeptanzwert – die Zielvorgabe, die ein Transportunternehmen grundsätzlich erreichen soll – jedoch klar.

Nur die Linie 7 floss in die Bewertung ein

Diese Bewertung des BAV will VBSG-Unternehmensleiter Ralf Eigenmann nicht auf sich sitzen lassen:

«Die Kriterien, die zum negativen Urteil geführt haben, sind – zumindest ohne ergänzende Erläuterungen – eine Frechheit.»

Es seien insgesamt 49 Fahrten von Testpersonen in die Bewertung eingeflossen – sämtliche auf der Linie 7. Der Grund: Nur sie wird in der Stadt St.Gallen über den regionalen Personenverkehr finanziert, den der Bund zusammen mit den Kantonen bestellt. «Das ist schlicht nicht repräsentativ.»

Am schlechtesten schneiden die VBSG gemäss Eigenmann beim Punkt «Kundeninformation im Fahrzeug» ab. Und zwar, weil die Haltestellen nicht so angegeben seien, wie es dem Standard entspreche, sondern wie es für die Kunden verständlich sei. Sie müssten etwa zusätzlich mit der Ortschaft bezeichnet werden, also «St. Gallen Fürstenlandbrücke» oder «Abtwil Säntispark». Bei der jeweils letzten beziehungsweise ersten Haltestelle an der Grenze zwischen zwei Ortschaften könne dieser Zusatz sogar sinnvoll sein.

«Aber irgendwann sollte ein Fahrgast wissen, wo er unterwegs ist.»

Ausserdem sei ansonsten die behindertengerechte Schriftgrösse auf den Bildschirmen gefährdet.

Ein weiteres Bewertungsmerkmal, bei dem die VBSG gerade noch knapp genügend abgeschnitten haben, ist «Kompetenz und Verhalten Fahrpersonal». Praktisch alle Punkte seien erfüllt, bei «Begrüssung und Verabschiedung» habe man die VBSG aber mit nur 65 Prozent bewertet.

«Dabei ist doch klar, dass das Fahrpersonal in einer Stadt nicht wie auf dem Land an jeder Haltestelle die Fahrgäste begrüsst und verabschiedet.»

Bessere Differenzierung bei Kriterien gefordert

Grundsätzlich müsse man solche Bewertungen des öffentlichen Verkehrs ernst nehmen, sagt Eigenmann. «Es gibt immer Punkte, bei denen man sich verbessern kann.» Doch bereits beim Pilotprojekt habe man ihm gesagt, dass die Bewertungskriterien und deren Gewichtung mit der Postauto AG erarbeitet worden seien. «Ich habe schon damals darauf hingewiesen, dass es eine genauere Unterscheidung der Kriterien für Transportunternehmen in der Stadt und im Regionalverkehr braucht.»

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