VANDALISMUS: Polizei beschlagnahmt Eier und Mehl

Verglichen mit den Vorjahren, ist es in der Ostschweiz an Halloween ruhig zu- und hergegangen, sagt die Polizei. Es gab aber Eierwerfer, Feuerteufel und Horror-Clowns.

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Die Ostschweiz feierte in der Nacht auf Mittwoch Halloween. Die Kantonspolizeien St. Gallen und Thurgau hatten aus Erfahrungen aus den Vorjahren Massnahmen getroffen. Zwar gab es auch dieses Jahr Sachbeschädigungen, allerdings nicht im grösseren Rahmen, wie die Kantonspolizei St. Gallen schreibt. Auch bei der Kantonspolizei Thurgau spricht man von einem deutlichen Rückgang von Vandalenakten gegenüber den Vorjahren.

Zu tun hatten die Ostschweizer Polizisten trotzdem: In der ersten Nachthälfte kontrollierten Beamte der Kantonspolizei St. Gallen viele Jugendliche. Im ganzen Kantonsgebiet konfiszierten sie mehrere Dutzend Eier und zwei Kilogramm Mehl. Diese konnten gestern bei der Polizei wieder abgeholt werden. Bei mehreren Personenkontrollen führten Jugendliche Strumpfmasken mit sich. Die Polizisten konnten diese nicht immer als Teil der Verkleidung ansehen und zogen sie deshalb ein. Vereinzelt wurden zudem Baugerüste und Abschrankungen umgeworfen sowie Hausfassaden mit Eiern beworfen. Beim Bahnhof Walenstadt wurde ein Verpflegungsautomat eingeschlagen. In Wil zündete jemand Feuerwerk in einem Abfallkübel, in Rheineck wurde eine brennende Fackel auf ein Vordach geworfen. Es entstand ein Sachschaden von einigen tausend Franken. Die Polizei verdächtigt einen 17- und einen 18-Jährigen.

Die Kantonspolizei Thurgau erhielt bis gestern rund ein Dutzend Meldungen im Zusammenhang mit Halloween – teilweise ebenfalls wegen Eierwerfern. Polizei-Patrouillen zogen am Dienstagabend und in der Nacht zudem Soft-Air-Waffen, Horror-Clown-Masken und mehrere Eier ein. Etwas mehr Arbeit an Halloween gab es für die Landespolizei Liechtenstein: Unbekannte hatten in Vaduz einen mit Kürbissen beladenen Traktoranhänger mit Brandbeschleuniger angezündet. (mre)