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US-Bloggerin: «St.Gallen ist cooler als Zürich und Genf» – was St.Gallen-Bodensee-Tourismus damit zu tun hat

Im Internet macht ein schwärmerischer Beitrag einer US-Bloggerin über St.Gallen die Runde. Die Verantwortlichen von St.Gallen-Bodensee Tourismus sind daran nicht ganz unschuldig. Einen Hype wie beim Aescher erwarten sie aber nicht.
Daniel Walt
Die Vorzüge St.Gallens sollen auch US-Touristen anlocken. Das ist das Ziel von St.Gallen-Bodensee Tourismus. (Bild: Urs Bucher)

Die Vorzüge St.Gallens sollen auch US-Touristen anlocken. Das ist das Ziel von St.Gallen-Bodensee Tourismus. (Bild: Urs Bucher)

«Vergessen Sie grosse Städte wie Zürich und Genf. St.Gallen ist definitiv die coolere Stadt!» Das schreibt die in Australien aufgewachsene und mittlerweile in den USA lebende Bloggerin Michelle Tchea in einem Beitrag auf dem Food-Portal honestcooking.com. Sie schwärmt in ihrem Text nicht nur von der «wunderschönen barocken Kathedrale mit der Stiftsbibliothek», sondern insbesondere auch vom Essen in der Stadt, von Wellness-Angeboten und Erholungsmöglichkeiten am See oder im Appenzellerland.

Tobias Treichler, St.Gallen-Bodensee Tourismus. (Bild: pd)

Tobias Treichler, St.Gallen-Bodensee Tourismus. (Bild: pd)

Nicht die erste Zusammenarbeit

Tobias Treichler ist Vizedirektor sowie Leiter Marketing und Kommunikation bei St.Gallen-Bodensee Tourismus. Er ist hoch erfreut über den Beitrag, der im Netz die Runde macht – und kannte ihn schon vor dessen Publikation Anfang September. Der Grund: Die US-Bloggerin hatte die Tourismusorganisation im Vorfeld angefragt, ob diese nach einem ersten Artikel im Jahr 2018 Interesse an einer erneuten Zusammenarbeit mit ihr habe. Das war der Fall, weil sich die TourismusregionSt.Gallen-Bodensee auch im US-Markt positionieren möchte. So entstand der laut Treichler «sehr gute» Artikel der Bloggerin, bei dessen Lektüre man auch die Freude der Autorin spüre.

Wie Tobias Treichler auf eine entsprechende Frage erklärt, fliesst bei derartigen Kooperationen kein Geld.

«Die Bloggerin bekam von uns keinen Lohn, und wir sind auch nicht für ihre Reisekosten aufgekommen.»

St.Gallen-Bodensee Tourismus habe Michelle Tchea einzig die Unterkunft und die Verpflegung bezahlt.

Blick über die Kantonsgrenzen hinaus

Im Blogbeitrag erwähnt wird neben der obligaten St.Galler Bratwurst und den Beizli in der Altstadt unter anderem auch das Gasthaus «Zur Fernsicht» in Heiden. «In dieses gehen die Einheimischen für ein ultimatives Esserlebnis», schreibt Michelle Tchea.

Der Blick weg von St.Gallen und über die Kantonsgrenzen hinaus ist für Tobias Treichler im internationalen Kontext des Artikels folgerichtig: «Gästen aus dem Ausland sind unsere Kantonsgrenzen egal. Ihnen geht es nicht um St.Gallen oder Appenzell – für sie ist das Erlebnis in der Ostschweiz wichtig», hält er fest.

Keine Angst vor allzu grossem Hype

Wie viele Menschen kommen jährlich in die Region St.Gallen-Bodensee, weil sie im Internet auf unsere Region aufmerksam geworden sind? Mit Zahlen kann Tobias Treichler nicht aufwarten. Er hält aber fest:

«Es gibt definitiv Gäste, die sich aufgrund von Publikationen im Netz für die Tourismusregion St.Gallen-Bodensee entschieden haben.»

Entsprechende Rückmeldungen von Gästen gebe es bei Tourist Infos immer wieder.

Was Internet-Hypes auslösen können, hat sich am Beispiel der Bergbeiz Aescher gezeigt – mit diversen negativen Begleiterscheinungen aufgrund des Massenandrangs. Mit einem allzu grossen Ansturm und Hunderttausenden neuen Gästen in der Ostschweiz rechnet Tobias Treichler aufgrund des Blogbeitrags von Michelle Tchea aber nicht. Und dies mit gutem Grund: Auf Facebook folgen rund 570'000 Menschen dem Foodportal honestcooking.com, auf dem Tcheas Beitrag publiziert wurde. Der «National Geographic», der für den Aescher-Hype verantwortlich war, zählt fast 46 Millionen Facebook-Freunde.

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