Untersuchung nach Corona-Tod in Jona abgeschlossen – keine Verletzung der Sorgfaltspflicht festgestellt

Ende März 2020 wurde in Jona ein 59-jähriger Srilanker tot in seiner Wohnung aufgefunden. Die Strafuntersuchung der St.Galler Staatsanwaltschaft ergab, dass der Mann am Virus starb und niemand die Sorgfaltspflicht verletzt hat.

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Der59-Jährige war von seinem Hausarzt positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Der59-Jährige war von seinem Hausarzt positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Symbolbild: Urs Lindt / freshfocus

(red.) Am 25. März fanden Beamte der Kantonspolizei St.Gallen einen 59 Jahre alt gewordenen Srilanker tot in seiner Wohnung in Jona. Er hatte sich dort in Selbstisolation befunden, weil er von seinem Hausarzt positiv auf das Coronavirus SARS-CoV-2 getestet worden war. Dies schreibt die St.Galler Staatsanwaltschaft in einer Medienmitteilung. Bei der durch die Polizei und den Amtsarzt durchgeführten Legalinspektion konnten keine Hinweise auf eine Dritteinwirkung am Todeseintritt festgestellt werden.

Wegen der vorerst nicht ganz klaren Auffindesituation wurde der Leichnam des Verstorbenen auf Verfügung der Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen gleichentags trotzdem ins Institut für Rechtsmedizin am Kantonsspital St.Gallen überführt. Dies zur Bestimmung der genauen Todesursache. Die Obduktion ergab, dass der Todeseintritt auf ein Atemversagen bei akuter Lungenschädigung infolge einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 zurückzuführen ist. Die durchgeführte Strafuntersuchung förderte keine Sorgfaltspflichtverletzungen von Drittpersonen zu Tage. Namentlich kann dem Hausarzt kein Vorwurf gemacht werden.

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