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Unterschiedliche Rezepte gegen steigende Gesundheitskosten

Podiumsgespräch mit Kandidatinnen und Kandidaten für die eidgenössischen Wahlen: Wer ist schuld an der Kostenexplosion im Gesundheitswesen?
Monika Wick
Massnahmen gegen die Kostensteigerung im Gesundheitswesen diskutiert (von links): Jakob Stark, Martina Pfiffner Müller, Christian Lohr, Edith Graf-Litscher und Brigitte Häberli. (Bild: Monika Wick)

Massnahmen gegen die Kostensteigerung im Gesundheitswesen diskutiert (von links): Jakob Stark, Martina Pfiffner Müller, Christian Lohr, Edith Graf-Litscher und Brigitte Häberli. (Bild: Monika Wick)

«Das Gesundheitswesen, die Altersvorsorge sowie die Klimaveränderung bereiten der Bevölkerung laut einer Umfrage die grössten Sorgen», sagte Paul Rutishauser, Präsident der CVP Thurgau, in Bischofszell. Im Rahmen der Podiumsveranstaltung zum Thema «Kostenexplosion – wer ist schuld?» versuchte die Partei den Problemen im Gesundheitswesen auf den Grund zu gehen. Zu Beginn der Veranstaltung legten mit Ruth Fleisch-Silvestri, Verwaltungsrätin der Swica, Stefan Ullmann, Apotheker und Präsident Verband Thurgauer Apotheken, sowie Orthopäde Stephan Heinz drei Vertreter verschiedener Leistungserbringer des Gesundheitswesens ihre Sichtweise zu den Problemen im Gesundheitswesen dar. Letzterer mochte aber nicht von einer Kostenexplosion sprechen: «Es gibt lediglich einen linearen Anstieg der Kosten.»

Überparteiliches Podium

In der anschliessenden, überparteilichen Podiumsdiskussion stellten sich Ständerätin Brigitte Häberli (CVP), Nationalrätin Edith Graf-Litscher (SP), Nationalrat Christian Lohr (CVP), Nationalratskandidatin Martina Pfiffner Müller (FDP) sowie Regierungsrat und Ständeratskandidat Jakob Stark (SVP) den Fragen der Moderatoren Sabina Peter Köstli und Dominik Diezi. «Die Themenfelder sachlich betrachten, schauen wo Handlungsbedarf besteht und dabei Solidaritätsgedanken nicht vergessen», antwortete Christian Lohr auf die Frage, wofür er sich in der Thematik persönlich einsetzen will.

Jakob Stark möchte sich für die einheitliche Finanzierung von ambulanten und stationären Leistungen (EFAS) einsetzen. «Heute hat niemand den Anreiz weniger zu machen. Es muss belohnt werden, wenn weniger gemacht wird», sagte er. Brigitte Häberli setzt auf Prävention. «Gesunde Ernährung und Sport tragen beispielsweise dazu bei, dass das Gesundheitswesen möglichst wenig beansprucht wird», sagte sie. Für Edith Graf-Litscher ist es wichtig, den Mensch in den Mittelpunkt zu stellen, Doppelspurigkeit in Behandlungen zu verhindern sowie neue Wege der Finanzierung zu suchen.

Patientenverfügung erstellen

Für Martina Pfiffner Müller gibt es in Sachen Kostenexplosion nicht einen Schuldigen. «Sie ist ein Gemeinschaftswerk. Ich möchte die Ursachen und nicht nur die Symptome bekämpfen», sagte sie. Aus Kostengründen über eine grundsätzliche Altersgrenze für Behandlungen nachzudenken lehnen alle Politiker ab. «Jeder Fall muss individuell betrachtet werden. Jedoch ist es wichtig, offen über den Gesundheitszustand zu diskutieren und eine Patientenverfügung zu erstellen», sagte Pfiffner Müller.

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