Kolumne
«Unsere Hunde werden weniger abgelenkt»: Jorge Moreno und sein Team bilden auch während der Krise Blindenführhunde aus

Wir lassen täglich Menschen aus der Ostschweiz zu Wort kommen, die in der Coronakrise weiterhin arbeiten. So ist die Arbeit der Stiftung Ostschweizerische Blindenführhundeschule aus Goldach zwar etwas eingeschränkt, die Ausbildung der Hunde geht aber weiter.

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Jorge Moreno, Geschäftsführer, eidg. dipl. Blindenführhunde-Instruktor sowie Orientierungs- und Mobilitätslehrer der Stiftung Ostschweizerischen Blindenführhundeschule aus Goldach.

Jorge Moreno, Geschäftsführer, eidg. dipl. Blindenführhunde-Instruktor sowie Orientierungs- und Mobilitätslehrer der Stiftung Ostschweizerischen Blindenführhundeschule aus Goldach.

Bild: PD

Wir von der Stiftung Ostschweizerische Blindenführhundeschule aus Goldach arbeiten zwar weiter, allerdings eingeschränkt. Denn wir müssen ja gleichwohl mit den Hunden laufen gehen. Allerdings dürfen wir die Nachbetreuung derzeit nicht durchführen, wenn ein Blindenhund beispielsweise in eine Familie kommt. Das ist untersagt. Wir haben daher auch alle ins Homeoffice gewechselt, da unser Büro zu eng ist und der geforderte Abstand nicht eingehalten werden kann. Einmal in der Woche führen wir daher eine Telefonkonferenz durch und sprechen uns ab. Auch versuchen wir, den Familien oder einer Person mit Blindenhund bei Fragen oder Sonstigem per Telefon zu helfen.

Das Training mit den Blindenhunden in Ausbildung geht jedoch normal weiter.

Da viele Hundehalter ihre Vierbeiner nun auch vermehrt beim Spaziergang an der Leine haben oder zurückrufen, werden unsere Hunde sogar weniger abgelenkt. Das ist praktisch. Die Krise trifft uns dennoch hart. Seit die Massnahmen gegen den Coronavirus eingesetzt haben, haben wir keine Spende mehr erhalten. Auch dürfen wir keine Standaktionen mehr durchführen. Aber genau diese Spenden erhalten unsere Schule aufrecht.

Aufgezeichnet von Ines Biedenkapp