«Unsere Asylstrukturen genügen»

ST.GALLEN. Die Zahl der Migranten an der Tessiner Südgrenze nimmt zu. Damit kommen auch die Ostschweizer Bundeszentren unter Druck. Notunterkünfte seien im Kanton St.?Gallen aber nicht nötig, sagt Regierungsrat Fredy Fässler.

Christoph Zweili
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Das Wohnfoyer für Asylsuchende Kreuzacker in Wil mit 50 Plätzen ist zu rund 90 Prozent ausgelastet. (Bild: Urs Bucher)

Das Wohnfoyer für Asylsuchende Kreuzacker in Wil mit 50 Plätzen ist zu rund 90 Prozent ausgelastet. (Bild: Urs Bucher)

Seit Frankreich die Grenze nach Italien für Asylsuchende verriegelt hat und Österreich keine neuen Asylverfahren durchführt, nimmt der Druck auf die Schweiz zu. Allein am vorletzten Wochenende strandeten beim Empfangs- und Verfahrenszentrum Chiasso rund 350 neue Asylsuchende. Die wöchentlichen Neueintritte schwanken laut Bundesamt für Migration zwischen 578 und 1061 Personen.

Alle Bundeszentren betroffen
Bei dieser schwierigen Ausgangslage müssten daher auch die beiden Zentren in der Ostschweiz Unterstützung leisten, heisst es beim Bund. Altstätten und Kreuzlingen seien aber bereits heute «sehr hoch ausgelastet». Gemäss Prognosen sollen die Eintrittszahlen bis Ende Sommer hoch bleiben – und damit die Zentren weiterhin maximal belegt.

Druck auf Kantone steigt
Nach spätestens 90 Tagen werden die Asylsuchenden den Kantonen zugewiesen. Damit steigt auch der Druck auf die Kantone und Gemeinden. Noch aber seien keine Notunterkünfte im Kanton St.?Gallen nötig, sagt Fredy Fässler, Justiz- und Sicherheitschef, im Interview mit unserer Zeitung.

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