Uno-Artikel soll auch für asylsuchende Kinder gelten

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Der Kindesschutz werde von den Schweizer Asylbehörden und Gerichten zu wenig berücksichtigt, mahnen asylrechtliche Organisationen an und pochen auf die Konvention über die Rechte der Kinder. Wörtlich heisst es im Artikel 3 zum Kindeswohl: «Bei allen Massnahmen, die Kinder betreffen, gleichviel ob sie von öffentlichen oder privaten Einrichtungen der sozialen Fürsorge, Gerichten, Verwaltungsbehörden oder Gesetzgebungsorganen getroffen werden, ist das Wohl des Kindes ein Gesichtspunkt, der vorrangig zu berücksichtigen ist.» In weiteren Abschnitten verpflichten sich die Vertragsstaaten, dem Kind unter Berücksichtigung der Rechte und Pflichten seiner Eltern oder seines Vormunds «den Schutz und die Fürsorge zu gewährleisten, die zu seinem Wohlergehen nötig sind». Und sie stellen sicher, dass die für den Kindesschutz verantwortlichen Institutionen, Dienste und Einrichtungen «den von den zuständigen Behörden festgelegten Normen entsprechen, insbesondere im Bereich der Sicherheit und der Gesundheit». Dass hier Unterschiede zwischen der Schweiz und der aktuell vom Ausnahmezustand erschütterten Türkei bestehen, liegt auf der Hand. (mel)