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UNI ST.GALLEN: HSG gründet Institut in São Paulo

Die Universität St.Gallen baut ihre Vertretung in Brasilien zu einem Institut aus. Studierenden wird so die Möglichkeit für einen Aufenthalt in Lateinamerika geboten.
Urban Rechsteiner
Bis zu 70 Studierende können künftig ein Semester in São Paulo verbringen. (Bild: Ralph Ribi)

Bis zu 70 Studierende können künftig ein Semester in São Paulo verbringen. (Bild: Ralph Ribi)

Die Vertretung der HSG in der brasilianischen Wirtschafts- und Finanzmetropole São Paulo hat in den vergangenen Jahren ihre Tätigkeit stetig ausweiten können, deshalb wird sie nun zu einem vollwertigen Institut ausgebaut. Vom «St.Gallen Institute of Management in Latin America» (Gimla), wie die Vertretung neu heissen wird, erhofft sich die Universität St.Gallen, ihren Studierenden das wirtschaftlich aufstrebende Lateinamerika näherzubringen. Zusätzlich wird das Institut dazu genutzt, die Bekanntheit der Universität St.Gallen in Lateinamerika zu vergrössern.

Die HSG hat momentan zwei Vertretungen im Ausland. Neben São Paolo, das nun vom Hub zu einem vollwertigen Institut ausgebaut wird, existiert noch ein Institut in Singapur. Warum als Standort für eine solche Einrichtung gerade São Paulo gewählt wurde, hat laut Ulrike Landfester, Prorektorin für Aussenbeziehungen an der Universität St. Gallen, zwei Gründe: «Erstens ist São Paulo die Wirtschaftsmetropole in Brasilien. Zweitens hat der Standort auch mit der sehr guten Zusammenarbeit mit der Universität in São Paolo zu tun.» In Zukunft werden pro Jahr bis zu 70 Studierende der HSG für ein Semester nach São Paolo reisen können, um dort ihr Wissen über die aufblühenden Märkte Lateinamerikas auszuweiten. Die Studierenden werden dabei jeweils von mehreren Dozenten der HSG begleitet und unterrichtet. An den Kursen, die vom Gimla in São Paulo angeboten werden, können auch lokale Studierende mitmachen.

Projektarbeit in lokalen Unternehmen

Während ihres Aufenthalts sollen die Studierenden ebenfalls die Möglichkeit erhalten, in lokalen Unternehmen Projektarbeit zu leisten. «Dafür ist das Netzwerk unserer Ehemaligen ausschlaggebend, welches in den letzten Jahren durch den Hub in São Paulo aufgebaut und gefördert wurde», sagt Landfester. Neben der Lehre soll das neugeschaffene Institut auch als Plattform für praxisnahe Forschung dienen. Ein besonderer Fokus wird dabei auf Geschäftsmodelle gelegt, die einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft und die Umwelt haben. Momentan besteht das Institut gerade einmal aus einer Vollzeitstelle. «Es ist uns wichtig, das Institut nachhaltig wachsen zu lassen», sagt die Prorektorin. Wie die anderen Institute der HSG, soll auch das Gimla in Zukunft Drittmittel anwerben, um zusätzliche Stellen finanzieren zu können.

Vorsichtige Auswahl von Standorten

Die Ausbauarbeit für internationale Vertretungen ist mit der Gründung des Instituts in São Paulo mittelfristig abgeschlossen. Im Zuge der Internationalisierung der Universität spielen Institute und Vertretungen im Ausland eine wichtige Rolle. «Für die Zukunft wäre ein Standort in Afrika interessant.» Landfester gibt sich betont vorsichtig: «Beim Aufbau von ausländischen Vertretungen spielt vieles mit: Nicht nur die Qualität der Lehre und Forschung am potenziellen Standort ist wichtig, auch die Sicherheit für die Studierenden und die Rechtssicherheit des Staates spielen beim Auswahlverfahren mit.» Das neue Institut wird morgen Dienstag im Rahmen einer internationalen Konferenz an der HSG eingeweiht.

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