Unbekannter schiesst auf Hund

Knapp mit dem Leben davongekommen ist der Hund einer Touristin aus Deutschland. Das Tier wurde auf einer Waldstrasse von über 120 Schrotkügelchen getroffen. Die Polizei geht von Absicht aus.

Daniel Walt
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Der verletzte Hund. (Bild: Kapo SG)

Der verletzte Hund. (Bild: Kapo SG)

GAMS. Ein Knall, eine Ladung Schrot, ein schwer verletzter Hund: Diese Szene spielte sich am Freitagabend vor einer Woche in einem abgelegenen Gebiet der Gemeinde Gams, nahe der Grenze zu Wildhaus, ab. Eine Touristin aus Deutschland war mit ihrem knapp vierjährigen, braunweissen Pointer-Mischling auf einem Strässchen im Sommerigwald unterwegs.

Abendspaziergang ohne Leine

Sie war noch rund 500 Meter von der Alphütte Sommerigweid entfernt, als ihr Tier vom Schuss aus einem Schrotgewehr getroffen wurde. «Die Frau gab zu Protokoll, dass ihr Tier etwa um 19 Uhr ohne Leine 20 Meter vor ihr auf der Waldstrasse lief», erklärt Hanspeter Krüsi, Chef Mediendienst der Kantonspolizei St. Gallen.

Im Bachbett gefunden

Plötzlich hörte die Touristin einen Knall. Vom Schuss getroffen, sprang ihr Hund davon. «In der Folge überschlug es das Tier. Es wurde schliesslich rund 50 Meter von der Waldstrasse entfernt in einem Bachbett gefunden – es war an den Beinen schwer verletzt», sagt Hanspeter Krüsi. Als die Schrotpatrone platzte, drangen laut der Kantonspolizei über 120 Kügelchen in die Beine des Hundes ein. Der Mediensprecher der Kantonspolizei verdeutlicht, wie knapp der Pointer-Mischling mit dem Leben davongekommen ist: «Die Streuung von Schrot ist ziemlich gross. Wäre der Hund nur etwas weiter oben getroffen worden, wäre er gestorben.»

Steckt ein Jäger dahinter?

Glück hatte das Tier auch insofern, als dass sich ein Teil der Kügelchen überhaupt herausoperieren liess. «Bei der Munition handelt es sich um Schrot, wie er normalerweise auf der Jagd verwendet wird», sagt Hanspeter Krüsi weiter. Demzufolge hält es die Polizei für denkbar, dass ein Jäger hinter der Tat steckt, der den Pointer-Mischling möglicherweise mit einem anderen Tier verwechselt hat.

Mithilfe erbeten

Klar ist: Die Polizei geht von einem bewussten Schuss auf den Hund aus. Weil erste Abklärungen ergebnislos verlaufen sind, ersucht die Polizei die Bevölkerung nun um Mithilfe. Verdächtige Feststellungen, insbesondere auch Fahrzeugbewegungen im Gebiet Sommerigweid, sind der Polizeistation Gams, Telefon 058 229 61 80, zu melden.

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