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UMZUG: Asbestfasern auf Museumsstücken

Über 70 Mitarbeitende der Thurgauer Verwaltung mussten ihren Arbeitsplatz räumen. Für einzelne Mitarbeiter besteht ein Gesundheitsrisiko.
Das Gebäude an der Bahnhofsstrasse 55 wurde Anfang März vorsorglich geräumt. (Bild: Reto Martin)

Das Gebäude an der Bahnhofsstrasse 55 wurde Anfang März vorsorglich geräumt. (Bild: Reto Martin)

Mitarbeiter der Thurgauer Kantonspolizei, des Amts für Umwelt und des Historischen Museums mussten Anfang März die Umzugkartons packen. Bei der Gebäudesanierung der Liegenschaft an der Bahnhofsstrasse 55 in Frauenfeld wurde freigesetztes Asbest festgestellt. Daraufhin entschied sich das Versicherungsunternehmen Axa, Besitzerin der Liegenschaft, die Büroräume vorsorglich zu räumen. Eine Gefahr hätte bislang nicht bestanden, hiess es.

Neuen Erkenntnissen zufolge kann jedoch bei einzelnen Personen, die über längere Zeit in den Untergeschossen der Liegenschaft in Archiven und Depots gearbeitet haben, eine gesundheitliche Gefährdung nicht mehr vollständig ausgeschlossen werden, wie es in einer Mitteilung des kantonalen Departements für Bau und Umwelt heisst. «Es ist tatsächlich so, dass wir auf einigen Exponaten im Keller des Gebäudes Asbest nachgewiesen haben», bestätigt Kantonsbaumeister Erol Doguoglu auf Anfrage. Die Betroffenen wurden bereits informiert, dabei war ein Arbeitsmediziner der Suva anwesend. «Wir wollten die Mitarbeiter einbeziehen und nichts verheimlichen», sagt der Chef des kantonalen Hochbauamtes. Die betroffenen Personen hätten gut reagiert. «Das Risiko ist allerdings nicht so hoch wie bei Leuten, die früher in den Industrien gearbeitet haben.»

Spritzasbest an der Decke entdeckt

Zu Beginn sollte nur ein Abwasserrohr im Erdgeschoss des Gebäudes ersetzt werden. Da solche Rohre früher mit Asbest behandelt worden sind, zog die Axa gleich zu Beginn der Sanierung Experten zu Rate. Diese entdeckten dann Spritzasbest an der Decke des Erdgeschosses. In der Luft konnte aber kein freigesetztes Asbest festgestellt werden. Die Arbeiten fanden unter Unterdruck statt, damit die kontaminierte Luft nicht entwich.

Anfang März bestand aber die Gefahr, dass sich Asbestfasern durch stillgelegte Lüftungskanäle im Gebäude verbreiten. Um die Gesundheit der Personen nicht zu gefährden, wurde beschlossen, das Gebäude vorsorglich zu räumen. Das kantonale Amt für Umwelt und die Kantonspolizei zogen in die ehemaligen Müller-Martini-Räumlichkeiten nach Felben-Wellhausen um. Die zwei betroffenen Mitarbeiter des Historischen Museums kamen in anderen Räumlichkeiten der kantonalen Verwaltung unter. Nun werden Stücke des Museums aus dem Kellerarchiv gereinigt – mit Hilfe von Experten und Restauratoren.

Ines Biedenkapp

ines.biedenkapp@thurgauerzeitung.ch

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