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Umweltverbände rügen Fürstentum

Gewässerschutz Liechtenstein müsste aufgrund des EWR-Abkommens den ökologischen Zustand seiner Gewässer bis 2021 verbessern. Das Land verharre aber in Untätigkeit und erfülle seine rechtlichen Verpflichtungen nicht, sagen die Umweltorganisationen, sprich die Liechtensteinische Gesellschaft für Umweltschutz, die Werkstatt Faire Zukunft, der WWF St. Gallen sowie der Naturschutzbund Vorarlberg. Die Kritik betrifft die Revitalisierung der Gewässer, vor allem durch Aufweitungen am Alpenrhein. Es sei «ein Affront», dass die Schweiz und Österreich massive Sanierungsanstrengungen am Rhein unternähmen, während das Fürstentum in Lethargie verharre, sagt Lukas Indermaur vom WWF. Am Unterlauf werde der revitalisierte Rhein etwa eine Milliarde kosten – ab 2022 soll gebaut werden. Am Oberlauf werden dreistellige Millionenbeträge in die Sanierung des Schwalls der Wasserkraft­werke investiert; zudem werde der Rhein bei Bad Ragaz für 30 Millionen aufgeweitet. Derweil scheine Liechtenstein sogar die Festlegung der Ziele «hartnäckig zu vermeiden». (mel)

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