Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

UMFRAGE: Sprit für Tank und Lenker

Künftig soll auf Autobahnraststätten wieder Alkohol verkauft werden. Fahrer und Verkäuferinnen auf der Raststätte Thurau haben verschiedene Meinungen dazu.
Arcangelo Balsamo
Schnell ein Bier neben der Autobahn – das soll bald auch auf der Raststätte Thurau möglich sein. (Bild: Ralph Ribi)

Schnell ein Bier neben der Autobahn – das soll bald auch auf der Raststätte Thurau möglich sein. (Bild: Ralph Ribi)

Arcangelo Balsamo

arcangelo.balsamo@tagblatt.ch

Die Verkäuferin an der Raststätte Thurau zwischen Uzwil und Wil schüttelt den Kopf. «Autobahn und Alkohol? – Das passt nicht. Es kommt jetzt schon zu oft zu Unfällen, bei welchen Alkohol im Spiel ist.» Darum finde sie den Entscheid der Verkehrskommission des Nationalrats bedenklich. Diese sprach sich vorgestern für eine Aufhebung des Verkaufsverbots von Alkohol auf Autobahnraststätten aus. Unter anderem sollen Carreisende davon profitieren. Besonders beunruhige die Verkäuferin, dass Autofahrer auf den Gedanken kommen könnten, Shots zu konsumieren. «Bei den Geschwindigkeiten auf der Autobahn ist es nüchtern bereits gefährlich genug.»

Ihre Arbeitskollegin an der Kasse ist weniger kritisch und sagt, dass eine Nachfrage nach Alkohol bestehe. «Ich werde oft gefragt, ob wir Wein oder Schnaps verkaufen. Die meisten sagen, dass es sich dabei um ein Geschenk handle und man die Getränke nicht für sich benötige.» Man könne ohnehin rasch Alkohol besorgen, wenn man die Autobahn kurz verlasse. Deshalb sei es auch nicht bedenklich, wenn man dies an der Raststätte tun könne. «Es muss jeder für sich entscheiden, ob er das will oder nicht.»

Ähnlich beurteilt ein Herisauer die Thematik: «Es ist egal, ob man auch an der Raststätte Alkohol kaufen kann oder nicht. Es liegt in der Eigenverantwortung der Fahrer.» Er glaube deshalb auch nicht, dass es durch eine mögliche Aufhebung des Verbots zu mehr Unfällen komme. Derselben Meinung ist auch ein Thurgauer Porschefahrer: «In Deutschland gibt es auch nicht mehr Unfälle.» Ein Frauenfelder sagt ebenfalls, dass es keine so grosse Rolle spiele, da er ohnehin nie Alkohol trinke, wenn er fahre. «Aber als Beifahrer wäre es ab und zu schon praktisch.»

Fussballfans, die mit einem Car nach München unterwegs sind, geben an, dass sie das Verbot nicht aufheben würden. «Wenn man im Stau am Gotthard steht, wäre es vielleicht schön. Aber ansonsten ist es zu verleitend.» Dass besonders Carreisende davon profitieren würden, glauben sie nicht. Schliesslich könne man bei den meisten Reiseanbietern im Car alkoholische Getränke kaufen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.