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UMFRAGE: Die Ostschweiz ist grossartig - nur weiss das die Restschweiz nicht

Für Ostschweizer wohnt es sich in der Ostschweiz am besten, wie eine grossangelegte Umfrage zeigt. Dumm nur, weiss man in der übrigen Schweiz nicht um unsere Qualitäten. Beim Stichwort "Ostschweiz" kommt ihnen erst einmal nichts in den Sinn. Dann der Dialekt. Und dann Äpfel.
Kaspar Enz
Der Säntis stiftet den Ostschweizern Identität. (Bild: Fotolia)

Der Säntis stiftet den Ostschweizern Identität. (Bild: Fotolia)

Dies ist ein Artikel der «Ostschweiz am Sonntag». Die ganze Ausgabe lesen Sie hier: <strong style="margin: 0px; padding: 0px; vertical-align: baseline; border: none; outline: 0px; background: transparent;"><em style="margin: 0px; padding: 0px; vertical-align: baseline; border: none; outline: 0px; background: transparent;">www.tagblatt.ch/epaper</em></strong>

Was ist das eigentlich, die Ostschweiz? Und was weiss man über sie, jenseits des Bratwurstwalls? Das wollte die Region St.Gallen-Bodensee wissen, und gab eine entsprechende Umfrage in Auftrag. Immerhin: Was die Ostschweiz ist, da sind sich die meisten einig: Die Kantone St.Gallen, Thurgau und beide Appenzell gehören sicher dazu, Glarus, Schaffhausen oder Graubünden eher nicht.



Und wie sind sie so, die Ostschweizer? Freundlich und bodenständig, finden sie selber. "Weiteres Positives" nennen sie auch oft: Dinge wie fröhlich, nett oder treu.



Ausserhalb der Ostschweiz weiss fast ein Drittel keine Antwort. Dann fällt ihnen der Dialekt ein, der mit den vermiedenen "r" und den richtig ausgesprochenen "ö" und "ü". Und ja, bodenständig und konservativ sind die Ostschweizer auch. Ob die sich darüber freuen? Nur vier Prozent der Ostschweizer finden, sie seien typischerweise konservativ.



Woran denkt man, wenn man Ostschweiz hört? "St.Gallen", grösster Kanton samt grösster Stadt der Region kommt bei Ostschweizern wie Ausserschweizern zuerst, dann scheiden sich die Geister. Ostschweizern kommt die Landschaft in den Sinn, der Bodensee oder der Säntis, den man von Thur- bis Rheintal sehen kann, zumindest wenn es schön ist, und auf dem fast jeder schon war.



Ausserschweizer denken da zuerst mal an Most oder Äpfel. Die Welschen erkennen unseren Dialekt verdankenswerterweise als Deutsch an, und dann denken sie auch schon an Graubünden.



Die Ostschweizer Wirtschaft, da können fast alle Ostschweizer etwas dazu sagen. So viel, dass die Kategorie "Anderes" 36 Prozent ausmacht, also Antworten, die nur einige wenige Ostschweizer gaben. Dann kommt ihnen Stadler Rail in den Sinn, weiter hinten auch andere Ostschweizer Grossunternehmen wie Bühler, Arbonia oder SFS.



Ausserhalb der Ostschweiz fällt 39 Prozent erstmal gar nichts ein. Und wenn, denken sie oft an die Thurgauer Stadler Rail, und dann wieder ans Obst. In St.Gallen scheint also wirtschaftlich wenig los zu sein, glaubt man Nicht-Ostschweizern. Denn bald danach kommt die EMS-Chemie des Blocher-Clans, die ja nicht mal in der Ostschweiz liegt.



Zur Kultur in der Ostschweiz fällt fast jedem fünften Ostschweizer nichts ein. Tragisch eigentlich. Aber immerhin: ein Bisschen was geht da schon bei uns: Das Stadttheater, Tradition, Kloster und Open Air.



Ausserhalb der Ostschweiz bringt man da schon mehr Leute ins Grübeln: Mehr als zwei Fünftel machen keine Kultur in der Ostschweiz aus. Und diejenigen, denen etwas einfällt, kommt erstmal "Tradition" in Sinn, dann das Kloster und dann auch schon die Olma. Dabei ist dass die Ostschweizer Messe für Landwirtschaft und Ernährung. Nicht Tanz, Musik und Malerei.



Warum das alles so ist? Nun, ausserhalb der Ostschweiz gibt nur etwas mehr als ein Drittel an, die Ostschweiz zumindest ein Bisschen zu kennen. Da wird einiges klar: Warum soll man auf den Säntis wollen, wenn man ihn nie gesehen hat?



Dabei verpassen sie einiges, in der Ausserschweiz. Denn wer hier wohnt, fühlt sich pudelwohl: Nur gerade ein Prozent der Ostschweizer findet seine Wohnregion nicht sympathisch, aber nur ein Bisschen unsympathisch. Das ist Schweizer Rekord! Rund jedem zehnten Zentral-, Nordwest- oder Westschweizer gefällt es bei sich zu Hause eigentlich nicht so recht. Wenn die wüssten, dass es bei uns noch Städte gibt mit zahlbaren Mieten in Zentrumsnähe.

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