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TVO feiert Geburtstag: Das sind die unvergesslichsten Momente aus 20 Jahren Ostschweizer Fernsehen

Sie berichten täglich über das Geschehen der ganzen Region: Das Ostschweizer Fernsehen TVO feiert sein 20-jähriges Bestehen. Ein Rückblick mit dem Progammchef und Redaktionsleiter Thomas Bächle.
Raphael Rohner
Die Startaufstellung von Tele Ostschweiz im Jahr 1999. (Bild: TVO)

Die Startaufstellung von Tele Ostschweiz im Jahr 1999. (Bild: TVO)

Bionstrasse 4 im Westen von St.Gallen. Es ist 8.30 Uhr morgens. Überall stehen Stative und offene Taschen, aus denen Kameras, Mikrofonkabel und Notizen ragen. Auf einem Tisch steht eine Reihe mit Akkuladegeräten. Die Batterien sind geladen und bereit für den Einsatz. Die Fernsehredaktoren sitzen noch konzentriert an ihren Laptops, Zeitungen und Smartphones und verschaffen sich eine Übersicht über die Aktualitäten in der Ostschweiz. «Man liest das Neueste meist online, da ist man sofort up to date», erklärt Thomas Bächle, Redaktionsleiter von TVO.

Dann sitzen die Videojournalisten mit dem Tagesleiter zusammen und besprechen bei der Redaktionssitzung die Themen des Tages und der Sendung am Abend. «Das Programm kann sich jedoch jederzeit ändern, wenn etwas in der Region passiert. So war das schon immer», erinnert sich Bächle, der seit ganz zu Beginn des Senders vor 20 Jahren dabei ist.

«Ich hatte mein Bewerbungsgespräch am Tag der ersten Sendung. Damals war ich 20-jährig und heute habe ich buchstäblich mein halbes Leben bei diesem Sender verbracht.»

Im Video: Geschichtsträchtige Momente - vom Meistertitel des FCSG bis zum Brand der Halle 7

Erste Sendung mit Bundesrätin Ruth Metzler

Am 12. August 1999 ging das Ostschweizer Fernsehen, noch Tele Ostschweiz genannt, das erste Mal auf Sendung. Als erster Gast überhaupt war die damalige Bundesrätin Ruth Metzler eingeladen. Eine «grosse Ehre», wie sie damals im Interview sagte.

Das Erscheinungsbild des Senders hat sich über die Jahre immer wieder gewandelt. Geblieben sind Erinnerungen und besondere Momente der kleinen regionalen Fernsehgeschichte. Das Team funktioniere wie eine Familie. «Ich glaube, das ist ein Teil unseres Erfolgsrezepts», schwärmt Redaktionsleiter Bächle.

Hat sein halbes Leben bei TVO gearbeitet: Programmchef und Redaktionsleiter Thomas Bächle. (Bild: Raphael Rohner)

Hat sein halbes Leben bei TVO gearbeitet: Programmchef und Redaktionsleiter Thomas Bächle. (Bild: Raphael Rohner)

«VJ ist einer der härtesten Jobs überhaupt»

Nach der Redaktionssitzung machen sich die Videojournalisten auf den Weg. Hinaus in die Ostschweiz. Sie packen ihre Ausrüstung zusammen und legen ihre geladenen Akkus zu ihren Kameras in die Taschen und gehen los. Das Ostschweizer Fernsehen hat pro Tag zwischen drei und fünf Reporter im Einsatz für die Nachrichtensendung und einige für längerfristige Reportagen und Berichte. «Ganz am Anfang hatten die Redaktoren sogar noch einen Kameramann und einen Cutter, also einen Schneider, dabei. Das hat sich mit der Zeit dann aber geändert», sagt Bächle.

Heute müssen die Redaktoren in die ganze Region fahren und sich selber alle Informationen beschaffen. Bächle war selber jahrelang draussen unterwegs und hat Beiträge für die Nachrichten produziert:

«Der Stress ist eine echte Herausforderung, denn täglich um Punkt 18 Uhr gehen wir live auf Sendung. Videojournalisten haben wohl auch heute noch einen der härtesten Jobs überhaupt.»

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Im Wandel der Zeit: 20 Jahre Ostschweizer Fernsehen TVO

Keine grossen Pannen in 20 Jahren

Das Ostschweizer Fernsehen hat in den 20 Jahren seines Bestehens rund 30'000 Beiträge publiziert. Diese lagern auf Kassetten säuberlich eingeordnet und digital im Archiv des Senders. Mitten in der Redaktion.

Auf den Aufzeichnungen sind auch die Pannen aufgezeichnet. «Kleinere Schnitzer kommen immer mal wieder vor. Da gibt es lustige Versprecher, technische Probleme oder falsche Einblender. Von grösseren Störungen wurden wir jedoch – gottlob – verschont», sagt Bächle und klopft auf den Holztisch.

Im Video: Lustige Momente aus 20 Jahren TVO

80'000 Leute schalten täglich ein

Der Regionalfernsehsender erreicht jeden Tag rund 80'000 Menschen. Das freut den Geschäftsführer, André Moesch: «TVO hat ein sehr treues Publikum. Das hängt auch damit zusammen, dass die Mitarbeiter seit 20 Jahren täglich ihr Bestes geben.» In 20 Jahren sieht Moesch das Fernsehen eher als Nischenprodukt: «Online wird alles dominieren. TVO wird dann wahrscheinlich ein <Bewegtbildanbieter für die Ostschweiz> sein und Inhalte auf allen möglichen Plattformen verbreiten. Was bleiben wird: die Regionalität.»

Grosser Umzug

Im Herbst dieses Jahres wird das Ostschweizer Fernsehen seine Studios an der Bionstrasse in St.Gallen verlassen und in ein brandneues Studio an der St.Galler Fürstenlandstrasse ziehen.

Reporter Roger Inauen schneidet seinen TV-Beitrag. (Bild: Raphael Rohner)

Reporter Roger Inauen schneidet seinen TV-Beitrag. (Bild: Raphael Rohner)

Gegen 17 Uhr wird es hektisch in der Redaktion: Die Reporter sind zurück von ihren Interviews und schneiden konzentriert ihre Beiträge. Auch Texten und Vertonen müssen die VJs, so werden die Videojournalisten genannt, selbst. Kurz vor der Sendung werden die Beiträge vom Sendeleiter, dem Produzenten abgenommen und freigegeben. Teils entsteht Hektik und es werden letzte Änderungen am Text und Schnitt vorgenommen. Punkt 18 Uhr, wenn alle Beiträge auf dem Sender sind und das Signet der News erscheint, sinkt auch die Anspannung der Reporter. Diese versorgen noch ihre Kameras in die Taschen und stecken ihre Akkus wieder in die Ladestationen, während im Hintergrund der Moderator die Nachrichten ansagt:

«Sie lueged d'News bi TVO.»

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