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TRÜBE AUSSICHTEN: Vorwiegend bewölkter Februar: Die Erinnerung an die Sonne verblasst

Wer Sonne sucht, muss hoch hinaus: Auch in der Ostschweiz sind die Sonnenstunden diesen Februar so rar wie seit 30 Jahren nicht mehr. Und als würde das nicht reichen, sackt die Temperatur nächste Woche noch weiter ab.
Johannes Wey
Zum Davonlaufen: Nicht nur in der Stadt St.Gallen gibt es diesen Februar so wenige Sonnenstunden wie seit Jahrzehnten nicht mehr. (Bild: Ralph Ribi)

Zum Davonlaufen: Nicht nur in der Stadt St.Gallen gibt es diesen Februar so wenige Sonnenstunden wie seit Jahrzehnten nicht mehr. (Bild: Ralph Ribi)

Der Februar bot bislang trübe Aussichten. Die Sonne war in den letzten Wochen ein seltener Gast im Flachland. Bis und mit 22. Februar gab es in niederen Lagen in der Schweiz bereits 20 Tage ohne oder mit wenig Sonnenschein, wie bei Meteo Schweiz zu erfahren ist. Von Dezember bis zum 20. Februar lag die Sonnenscheindauer im Flachland bei lediglich 50 bis 70 Prozent der üblichen Werte, berichtete das Onlineportal «Watson».

Zu spüren ist das auch in der Ostschweiz. Laut Stephan Bader von der Abteilung Klima bei Meteo Schweiz wurden in Ebnat-Kappel bislang nur 25,5 Sonnenstunden gezählt. Die Messstation St.Gallen kam bis zum 22. Februar auf 31 Sonnenstunden – gegenüber 79 Sonnenstunden in einem durchschnittlichen Februar. «Noch trüber waren hier nur die Februarmonate 1986 mit 24 und 1970 mit 25 Sonnenstunden», sagt Bader. Der Februar 2018 hat zudem gute Chancen, die 35 Sonnenstunden von 2003 zu unterbieten.

Ebenfalls nur 30 Sonnenstunden wurden diesen Monat in Bischofszell gemessen. In Altenrhein waren es 35 und in Güttingen 38 Stunden. Ein durchschnittlicher Februar bringt in Güttingen eigentlich 80 Sonnenstunden. Die Messreihen der Standorte Altenrhein, Bischofszell und Ebnat-Kappel sind laut Bader noch zu kurz, um Durchschnittswerte nennen zu können.

Zum Tiefdruck gesellt sich der Hochnebel

Für das trübe Wetter gibt es laut Bader zwei Ursachen. Zum einen waren von den ersten 22 Februartagen 12 geprägt von Tiefdruck, was grundsätzlich mit wenig Sonnenschein einhergehe. Hinzu kommen acht Tage mit Hochnebel.

Hilft also nur, sein Glück und ein paar Sonnenstrahlen über den Nebelfeldern zu suchen. Beste Gelegenheit dürfte dafür der Samstag mit einer Obergrenze bei rund 1600 Meter über Meer bieten. Am Sonntag gibt es in den Alpen Schneefall, über dem Mittelland liegt die Wolkenobergrenze bei rund 2000 Metern. Von Montag bis Mittwoch ist mit einer Hochnebel-Obergrenze von rund 1800 Metern zu rechnen.

Auch Temperaturen aussergewöhnlich - zumindest für Ende Februar

Für kommende Woche wird in der Schweiz wegen Kaltluft aus Osteuropa mit für Ende Februar ungewöhnlich tiefen Temperaturen gerechnet. Daniel Gerstgrasser von Meteo Schweiz erwartet für Dienstag, Mittwoch und allenfalls Donnerstag Tageshöchsttemperaturen von -6 bis -5 Grad. Die Tiefstwerte im Schweizer Flachland sollen bei -10 bis -16, «in windstillen Löchern punktuell bei -20 Grad» liegen.

Spezifisch auf die Ostschweizer Kantone einzugehen mache zu diesem frühen Zeitpunkt wenig Sinn. Allerdings könnte es hier ähnlich kalt werden, wie es Ende Februar zuletzt 1986 der Fall war. Von den grösseren Gemeinden sticht hier natürlich die Stadt St.Gallen (der Bahnhof liegt auf 670 Meter über Meer) heraus. An der Messstation von Meteo Schweiz, die etwas oberhalb der Stadt liegt, wurde 1986 mit -8,8 Grad das tiefste Tagesmaximum für das letzte Februardrittel gemessen – ähnliche Werte erwartet Gerstgrasser für kommende Woche. Im übrigen Ostschweizer Flachland wurden damals Höchstwerte von -5 Grad gemessen.

Die kältesten Februartemperaturen werden in der Regel Anfang Monat gemessen. Nebst dem Jahr 1986 fiel diesbezüglich zuletzt das Jahr 2012 auf. (jw)

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