TROPHÄE: Mit Herzblut und grossen Träumen

Am Gossauer Multfest sind die grössten Sporttalente des Jahres gekürt worden. Salomé Kora heisst die Sportlerin des Jahres aus Gossau. In der Kategorie Nachwuchs gewinnt die Skifahrerin Aline Höpli.

Manuela Bruhin
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Die Leichtathletin Salomé Kora, frisch gekürte Sportlerin des Jahres der Stadt Gossau. (Bild: Benjamin Manser (Gossau, 26. Mai 2017))

Die Leichtathletin Salomé Kora, frisch gekürte Sportlerin des Jahres der Stadt Gossau. (Bild: Benjamin Manser (Gossau, 26. Mai 2017))

Manuela Bruhin

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«Whatever you want» – das Lied von Status Quo, welches an der Gossauer Sportlerwahl gespielt wird, kann durchaus sinnbildlich verstanden werden. «Wir wollen den Sportlern mit der Auszeichnung Energie und Motivation für ihren täglichen Job geben», bringt es Moderator Christian Manser auf den Punkt. Rund 600 Gäste haben am Freitagabend am Multfest die Wahl der Gossauer Besten auf der Bühne verfolgt.

Besonders erwartet wurde die Wahl zum Sportler des Jahres. Hier standen Sportschützin Myriam Brühwiler, die Leichtathletin Salomé Kora und der Skirennfahrer Ralph Weber zur Wahl. Zur Sportlerin des Jahres wird schliesslich Salomé Kora gewählt. Die Leichtathletin zählt zu ihren persönlichen Highlights die Olympischen Spiele 2016 in Rio. «Der Moment im Stadion war unbeschreiblich», sagt sie. Auf den Lorbeeren ausruhen will sie sich jedoch nicht. Vielmehr feile sie an ihren Rückständen – bei den Startmomenten wolle sie noch mehr herausholen und sich weiterentwickeln.

«Je weiter, desto besser»

In der Kategorie Nachwuchs waren Handballer Nicola Damann, Skifahrerin Aline Höpli und Leichtathletin Alina Federer nominiert. Letztere gibt an, dass es dabei nicht nur aufs Rennen ankommt, sondern auch Kraft und Technik eine grosse Rolle spielen. «Auf der Strasse gilt für mich: je weiter, desto besser.» Als «Kampfsau» im Sport betitelt der Moderator den Torhüter Damann, der in Wahrheit einen eher scheuen Eindruck macht. «Im Tor zu stehen, ist auch eine Kopfsache. Man muss Niederlagen hinnehmen können und sich an den gehaltenen Bällen erfreuen», sagt der Sportler, welcher auf dem Weg in die Profimannschaft ist und als Traumziel erst die Nati A und schliesslich die Deutsche Bundesliga anstrebt.

Trotz des warmen Wetters trainiert auch Skifahrerin Aline Höpli bereits wieder und steht nächste Woche auf ihren Brettern im Schnee. Die Mühen haben sich gelohnt: Mit knapp 40 Prozent belegt sie den ersten Platz in der Kategorie Nachwuchs. Auf der Nominationsliste der Kategorie «Team des Jahres» waren das Shooting-Team des Gossauer Schützenvereins, das Race-Team des Gossauer Skiclubs und die Herrenmannschaft von Fortitudo Gossau vertreten. Jacqueline Kuster, stellvertretend für den Skiclub Gossau, erklärt, wie wichtig die Unterstützung des Umfelds für einen Sportler ist. Auch bei ihren beiden «Skikindern» helfe sie, wo es nur gehe. «Jeder will natürlich an die Spitze – schauen wir, was kommt», so Kuster. Franz Würth, welcher als Sprachrohr von Fortitudo fungiert, betont, wie wichtig der Teamgeist in der Mannschaft sei. «Wir kämpfen wie ‹Sauen›, deshalb sind wir so effizient.» Auch mit kleinem Budget sei Geschlossenheit in der Mannschaft Pflicht. Die Nase vorn hat schliesslich das Race-Team des Skiclubs Gossau, welches mit 38 Prozent den ersten Platz belegt.

Ein grosses Engagement

Als hartnäckig, zielstrebig und mit viel Herzblut wird Ivo Bernhardsgrütter beschrieben. Der Gossauer, welcher seit 25 Jahren in verschiedenen Funktionen amtet, wird als Sportförderer des Jahres ausgezeichnet. «Ich finde es normal, was ich mache», erklärt er vor den Anwesenden schlicht. Diese Bescheidenheit sei es, was Bernhardsgrütter ausmache, findet Stadträtin Gaby Krapf. «Er ist Trainer mit Leib und Seele.» Um zu erreichen, worum es im Sport, und bei Status Quo, geht: «Whatever you want.»

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