TRICKBETRÜGER: Polizei warnt vor falschen Polizisten

In mehreren Kantonen treiben falsche Polizisten ihr Unwesen und versuchen, Leute mit erfundenen Geschichten hereinzulegen. Laut der Kantonspolizei Graubünden sind die Betrüger in letzter Zeit vermehrt aktiv geworden.

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Derzeit treiben in mehreren Kantonen sowie in Konstanz falsche Polizisten ihr Unwesen. Bei der Stadtpolizei Zürich gingen innert einer Woche über 100 Meldungen ein. Die Betrüger wenden eine Masche an, die dem Enkeltrick ähnlich ist. Meist Hochdeutsch sprechende Personen gäben sich am Telefon als Stadtpolizisten zu erkennen, teilte die Bündner Polizei am Dienstag mit.

Polizeiangaben zufolge erscheint während des Gesprächs auf dem Display des Angerufenen meist eine technisch manipulierte Telefonnummer, beispielsweise 081 117 oder 0117. Die Betrüger warnen vor einem Einbruch, einem Überfall oder einem anderen bevorstehendem Delikt und erkundigen sich nach Geld oder Wertsachen. Wie die Stadtpolizei Zürich schreibt, würde den Opfern vorgetäuscht, ihre Wertsachen seien nicht sicher. Deshalb sollten sie der Polizei zur sicheren Aufbewahrung übergeben werden. Die Opfer werden angeleitet, das Geld zu überweisen, in einem Umschlag zu verschicken oder es wird vereinbart, dass ein ziviler Polizist die Wertsachen persönlich abholt.

Die Bündner Polizei rät, bei solchen Telefongesprächen sehr vorsichtig zu sein, besonders dann, wenn der Polizist Hochdeutsch spricht. Weiter hält sie fest, dass die Polizei nie telefonisch Geld verlangt. Zudem sollten Fremden gegenüber keine Angaben über familiäre oder finanzielle Verhältnisse gemacht werden. Und vor allem sollen sich Personen bei der Polizei melden, die Opfer eines Betrugs oder eines Betrugsversuchs geworden sind. (kapo/sda/mha)