Trauer und Sorge um OpenAir-Stars

ST.GALLEN. Die amerikanische Band TV On The Radio trauert um ihren an Lungenkrebs verstorbenen Bassisten Gerard Smith. Christof Huber vom OpenAir St.Gallen geht davon aus, dass die Band im Sittertobel trotzdem am Start sein wird – genauso wie Thomas D von den Fantastischen Vier, der einen Hörsturz erlitten hat.

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Schon zwei Monate vor dem OpenAir fiebern viele Musikliebhaber dem Festival entgegen. (Bild: Archiv/Trix Niederau)

Schon zwei Monate vor dem OpenAir fiebern viele Musikliebhaber dem Festival entgegen. (Bild: Archiv/Trix Niederau)

Wer die Homepage der amerikanischen Indie-Band TV On The Radio aufruft, wird derzeit auf eine Seite mit schwarzem Hintergrund geleitet. Darauf geben die Musiker in einem kurzen Statement ihrer Trauer über den Tod von Gerard Smith Ausdruck. Der Bassist ist vor einigen Tagen an Lungenkrebs gestorben – im Alter von gerade einmal 36 Jahren. Deshalb hat die Band die Konzerte, die sie dieser Tage geben wollte, auch gestrichen.

Vertragsverhandlungen laufen
Der Tod von Gerard Smith ist auch bei den Verantwortlichen des St.Galler OpenAirs zur Kenntnis genommen worden. TV On The Radio sind nämlich für den Freitagabend, 1. Juli, angekündigt. Geschäftsführer Christof Huber hält auf Anfrage fest, man stecke mit der Agentur der Band derzeit in Vertragsverhandlungen. Diese wurden seitens der Agentur auch nach dem Tod Gerard Smiths nicht gestoppt. «Das ist für uns ein klares Zeichen, dass die Band ihren Festivalauftritt wahrnehmen wird», so Huber. Seines Wissens wäre Smith bei den nun abgesagten Gigs der letzten Tage aufgrund seiner fortgeschrittenen Erkrankung bereits nicht mehr dabei gewesen.

Thomas D’s Hörsturz
Im Vorfeld des OpenAirs sind auch Unsicherheiten rund um den Auftritt der deutschen Rapband Die Fantastischen Vier entstanden. Grund: Mitglied Thomas D hat aufgrund eines Hörsturzes seine Solotournee abgesagt. Christof Huber gibt aber auch hier weitgehend Entwarnung: Er verweist auf ein Communiqué des Rappers, in dem dieser festhält, er wolle und könne seinen Genesungsprozess für die Solotournee nicht riskieren, auch weil er mit den Fantas dieses Jahr noch einige Male die Bühne rocken werde. «Eins kann ich Euch versichern: Wir sehen uns im Sommer bei den Festivals!», schrieb Thomas D. Und meinte, so Christof Hubers Überzeugung, auch jenes im Sittertobel. (dwa)