Trappitsch als Mediensprecher abgetreten

ST. GALLEN. Daniel Trappitsch tritt nicht mehr als Mediensprecher des Vereins für eine starke Volksschule St. Gallen auf. Verantwortlicher für die Öffentlichkeitsarbeit ad interim ist Vereinspräsident Michael Fitzi. So geht es aus dem Organigramm des Vereins hervor.

Drucken
Teilen

ST. GALLEN. Daniel Trappitsch tritt nicht mehr als Mediensprecher des Vereins für eine starke Volksschule St. Gallen auf. Verantwortlicher für die Öffentlichkeitsarbeit ad interim ist Vereinspräsident Michael Fitzi. So geht es aus dem Organigramm des Vereins hervor. Vergangene Woche war bekanntgeworden, dass Trappitsch Videos verbreitet hatte, in denen Ebola als eine Erfindung der Pharmaindustrie, der US-Gesundheitsbehörden und der Weltgesundheitsorganisation dargestellt wird (Ausgabe vom 1. November). Trappitsch ist Geschäftsführer von Netzwerk Impfentscheid, einer Organisation von Impfkritikern mit Sitz in Buchs.

Initiative gegen HarmoS

Der Verein für eine starke Volksschule St. Gallen lancierte gestern seine Initiative zum Austritt aus dem HarmoS-Konkordat. Die Initiative zielt auch gegen den Lehrplan 21. Es sei «Zeit, endlich einen Stop der unglaublichen Schulbürokratie in die Wege zu leiten», sagte Vereins-Vizepräsident Heinz Herzog vor den Medien. Mit der Initiative kämpfe der Verein nicht gegen eine Schulharmonisierung sondern gegen den «geldverschwenderischen Reform-Leerlauf». Stattdessen brauche es eine Rückkehr zu «solider, verantwortungsvoller Pädagogik an unseren Volksschulen», schreiben die Initianten.

Ihre Kritik richtet sich gegen die Tausenden von Kompetenzen, die im Lehrplan 21 beschrieben sind. Diese seien umständlich formuliert, ideologisch geprägt und überforderten Kinder, Lehrerinnen und Lehrer. Es fehlten verständliche Jahresziele, was bei Wohnorts- und Schulwechseln zu Problemen führe. Der HarmoS-Austritt soll auch ermöglichen, dass an den St. Galler Primarschulen künftig nur noch eine statt zwei Fremdsprachen unterrichtet werde.

Entscheid angefochten

Mit einer zweiten Initiative wollte der Verein den Lehrplan 21 im Kanton St. Gallen direkt verhindern. Die Regierung hat diese Initiative aber für ungültig erklärt, sagte Vereinspräsident Michael Fitzi. Nach Ansicht der Regierung könne die kantonale Gesetzgebung zum Lehrplan nicht geändert werden, solange der Kanton dem HarmoS-Konkordat angehöre, sagte Fitzi. Die Initianten haben den Entscheid der Regierung vor Verwaltungsgericht angefochten. Der Fall ist dort hängig. (ar/sda)

Aktuelle Nachrichten