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TOURISMUS: Grand Resort Bad Ragaz baut eigenen Fussballplatz für Borussia Dortmund, Liverpool & Co.

Weil immer wieder internationale Fussballclubs im Grand Resort Bad Ragaz absteigen, kam es zu Konflikten mit dem lokalen Verein. Jetzt plant das Hotel eine eigene Anlage für Spitzenteams.
Reto Voneschen
Aus Platzgründen diversen Topclubs abgesagt: das Grand Hotel in Bad Ragaz. (Bild: Hanspeter Schiess)

Aus Platzgründen diversen Topclubs abgesagt: das Grand Hotel in Bad Ragaz. (Bild: Hanspeter Schiess)

Reto Voneschen

ostschweiz@tagblatt.ch

Das Grand Resort Bad Ragaz hat sich in den letzten Jahren einen hervorragenden Ruf für Trainingslager von Topclubs erarbeitet. Borussia Dortmund und der VfL Wolfsburg waren in den letzten Jahren Stammgäste, davor ­Liverpool oder das griechische Europameister-Team von 2004. Beste Werbung für das Resort und die gesamte Region. Gemäss CEO Patrick Vogler soll die führende Position des Resorts als Austragungsort für Fussballtrainingslager weiter ausgebaut werden. Mit dem Medizinischen Zentrum weiss das Grand Resort einen grossen Trumpf in der Hand, ein eigener Fussballplatz soll nun der nächste werden.

Bislang war das Grand Resort auf die Kooperation mit dem FC Bad Ragaz angewiesen. Denn kamen die Teams wie der BVB nach Bad Ragaz, war die Anlage auf der Ri-Au für den lokalen Fussballclub nicht benutzbar. Der FC Bad Ragaz musste auf andere Plätze ausweichen. Aufgrund der Sonderwünsche der Topklasse-Clubs kam es gemäss Vogler immer wieder zu Konflikten in der Nutzung der Anlage. Gerade im Sommer, wenn sich die Ragazer Teams auf die neue Saison vorbereiten, ist dies keine optimale ­Situation. Im letzten Jahr mussten die FCBR-Teams den Platz zudem mit dem FC Taminatal teilen, der von der Gemeinde Bad Ragaz Gastrecht erhielt, als der Rietli-Platz in Pfäfers saniert wurde.

Mit einem neuen Platz würden sich ganz neue Möglichkeiten eröffnen: Der FC müsste viel weniger auf seinen eigenen ­Rasen verzichten, während das Grand Resort mehr Clubs im Sommer aufnehmen könnte. Von fünf bis sieben Trainingslagern spricht Vogler, statt ein bis zwei wie bisher. Denn bis jetzt habe er diversen europäischen Topclubs aus Kapazitätsgründen «schweren Herzens» absagen müssen.

Offen ist der genaue Standort für die Anlage. Derzeit sind drei im Gespräch, «alle rund um den Golfplatz Heidiland stationiert», so Vogler. Mit der Politischen ­Gemeinde Bad Ragaz steht das Grand Resort in engem Kontakt. «Von der Politischen wie auch der Ortsgemeinde als Grundbesitzerin werden wir aktiv und äusserst konstruktiv unterstützt», sagt Vogler. Geplant ist aber kein ­Ministadion wie auf der Ri-Au, sondern – vorerst – ein Fussballplatz auf internationalem Niveau und mit entsprechender Grösse. Sprich: ein Platz für nichtöffentliche Trainings. Die öffentlichen würden weiterhin auf der Ri-Au oder (neu) in Vaduz abgehalten. Zum Vergleich: Im letzten Jahr trainierte Dortmund beispielsweise viermal vor den Fans.

Saudi-Arabien kommt für WM-Vorbereitung

In Aussicht stellt Vogler, dass auch der FC Bad Ragaz den neuen Platz benützen könnte, wenn beispielsweise die Ri-Au vom Grand Resort belegt ist. Unabhängig davon absolviert ab dem 19. Mai mit der Nationalmannschaft Saudi-Arabiens ein WM-Teilnehmer einen Teil seiner Vorbereitung in Bad Ragaz. Ein Wunschkandidat des Resorts. «Wir haben intensiv darauf hingearbeitet, dass eine Mannschaft aus dem Mittleren Osten zu uns kommt», so Vogler. Der Markt für potenzielle Hotelgäste aus dem arabischen Raum sei sehr interessant, verrät der CEO. Mit einer grösseren Entourage reist das saudische Team in den Kurort. Gespannt wird in Bad Ragaz nun verfolgt, wie sich die Ankündigung des Ragazer Aufenthalts in Saudi-Arabien auswirkt. Bis zum 6. Juni ist das WM-Team im Kurort. Während ihres Aufenthalts in Bad Ragaz absolviert die Mannschaft zwei Testspiele in St.Gallen: am 28. Mai gegen Italien und am 3. Juni gegen Peru.

Offiziell nicht bestätigen konnte Vogler, dass Borussia Dortmund wieder – es wäre das achte Mal – nach Bad Ragaz ins Trainingslager kommt. «Wir arbeiten intensiv darauf hin», so der CEO. Die Zusage dürfte wohl erst folgen, wenn die Trainerfrage gelöst ist. Der aktuelle Coach Peter Stöger besitzt einen Vertrag bis Ende Saison. Zu weiteren Anfragen wollte das Grand Resort keine Stellung nehmen.

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