Toter Bregenzer Bub: Tatverdächtiger wird ausgeliefert

HERISAU/BREGENZ. Der 26-jährige Serbe, der im Verdacht steht, am Samstagabend in Bregenz den dreijährigen Sohn seiner Lebensgefährtin zu Tode geprügelt zu haben, wird in den nächsten Tagen von der Schweiz nach Vorarlberg überstellt.

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Stille Trauer: Nach Vorfällen, bei denen Kinder ihr Leben verloren haben, ist die Trauer jeweils besonders gross. (Bild: Archiv/Keystone)

Stille Trauer: Nach Vorfällen, bei denen Kinder ihr Leben verloren haben, ist die Trauer jeweils besonders gross. (Bild: Archiv/Keystone)

Der Mann, der am Dienstag bei Herisau verhaftet worden war, habe dem vereinfachten Auslieferungsverfahren zugestimmt, teilten die Vorarlberger Behörden mit.

Gegen den im Vorarlberg aufgewachsenen Serben waren gleich nach dessen Verschwinden Ermittlungen wegen Mordes aufgenommen worden. Am Dienstag leitete die Staatsanwaltschaft Feldkirch auch gegen die Mutter des getöteten Knaben ein Ermittlungsverfahren wegen Vernachlässigung ihrer Fürsorgepflichten ein.

Der kleine Knabe war gemäss Obduktion am Samstag auf schwerste Art misshandelt und schliesslich zu Tode geprügelt worden. Auch sein sechsjähriger Bruder war massiv geschlagen worden. Die Mutter war nicht zu Hause, als die Tat geschah.

Nach dem gewaltsamen Tod des Knaben ist die Bestürzung in Vorarlberg riesig. Im Gedenken an den Dreijährigen soll am Freitagabend beim Schiffshafen in Bregenz eine Mahnwache abgehalten werden. (sda)