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Tote Sauen und lebende Nackte

Stört der Gefechtslärm vom nahen Schiessplatz die Tiere im Walter-Zoo? Die Meinungen gehen auseinander. Zoobesucher sorgten sich in den vergangenen Tagen um das Wohlergehen der Affen, Emus und Sumpfschildkröten. Die Zooleitung gibt Entwarnung. Bei einzelnen Tierarten sei das Gegenteil der Fall. Erstmals in einem Schweizer Zoo ist in Gossau nämlich die Fortpflanzung von Stumpfkrokodilen gelungen. In freier Wildbahn regt die Bodenerschütterung durch Tropengewitter Balzverhalten und Paarungsbereitschaft der Reptilien an. Im Walter-Zoo übernehmen die Rolle der Gewitter anscheinend Maschinengewehre und detonierende Handgranaten. Wie auch immer. Tatsache ist, dass bei manchen Männern schon das Tragen einer Uniform den Balztrieb stimuliert.

Die Zukunft ist digital. Auch die der Landwirtschaft. Glaubt man dem Forschungsleiter am Agroscope Tänikon, werden die Bauern sich bei der Suche entlaufener Kühe bald nicht mehr am Glockengeläut orientieren. Sondern GPS nutzen. Fahrerlose Traktoren werden säen, spritzen und ernten. Das erst noch viel präziser, als wenn ein Mensch am Steuer sässe. Die Digitalisierung dient aber auch den Tieren. Wollen die Kühe nach dem computergesteuerten Melken noch zur guten Nacht gestreichelt werden, sagt ihnen GPS, in welcher Beiz ihr arbeitsloser Bauer sitzt.

Wildschweine sind am nützlichsten in einer Wursthaut. An Salame di Cinghiale kommt kein anderer heran. Herstellen liesse sich die Köstlichkeit wohl auch in der Schweiz. Viel schwieriger ist es, die dafür nötigen Tiere zu erwischen. Dutzende Stunden muss ein Jäger im Schnitt ansitzen, bis er eine Bache oder einen Keiler schiessen kann. Derweil vermehren sich die Viecher im Dickicht nach Belieben und richten dann auf den Feldern massive Schäden an. In ihrer Verzweiflung spüren die Thurgauer Jäger den schlauen Tieren bereits mit Nachtsichtgeräten nach. Das hat zwar mehr Abschüsse gebracht, aber die gewünschte Zahl ist noch nicht erreicht. Der Kanton St. Gallen prüft daher eine neue Methode. Dabei werden ganze Wildscheinrotten durch Löcher im Zaun auf die Autobahn gelockt und dann überfahren. Ein erster Versuch war erfolgreich: Acht tote Sauen innert einer Minute.

Die Abstimmungsvorlage für das neue Altstätter Hallenbad steht. Ein Wellnessbereich ist nicht vorgesehen. Zwar hatte sich der Stadtrat im Vorfeld stets dafür eingesetzt – aber die übrigen Verbandsgemeinden wollen nicht mitzahlen. Im Alleingang ist Wellness den Altstättern zu teuer. Ein solches Angebot könnten auch Private bereitstellen, heisst es in der Begründung des Verzichts. Das tun sie auch. In manchen Bregenzerwälder Wellnesshotels spricht vorarlbergisch nur noch das Personal. Die Gäste reden Schweizerdeutsch.

Auch das Familien- und Freizeitbad Egelsee in Kreuzlingen wird saniert und umgestaltet. Eine Sauna aber ist nicht mehr vorgesehen. Zur Enttäuschung und zum Ärger vieler Dampfbadfreunde, die sich um ein gesundes Freizeitvergnügen geprellt sehen. Ganz haben sie die Hoffnung aber noch nicht aufgegeben. Kreuzlingen erhält ein Reka-Dorf, und eigentlich spricht nichts dagegen, dort auch eine öffentlich zugängliche Saunalandschaft einzurichten. Seitens der Reka ist man gesprächsbereit. Ein Feriendorf mit Sauna könnte sogar zum Publikumsmagneten werden: «Täglich ab 18 Uhr Auftritte nackter Eingeborener.»

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