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«Totalversagen», «Blabla», «Politfilz»: Tierschützer Kessler empört über Schlussfolgerungen im Fall Hefenhofen

Nachdem die Untersuchungskommission im Fall Hefenhofen den Schlussbericht vorgestellt hat, spricht der Thurgauer Tierschützer Erwin Kessler Klartext: «Alle sind schuld, niemand ist schuld – so löst man keine Probleme.»
  • Nach monatelangen Untersuchungen ist der Schlussbericht im Fall des Tierquälers aus Hefenhofen vorgestellt worden.
  • Fehleinschätzungen und Fehlentscheide auf verschiedenen Ebenen verhinderten laut dem Bericht einen wirkungsvollen Vollzug des Tierschutzgesetzes – Tierhalteverbote wurden jahrelang nicht durchgesetzt.
  • Die Thurgauer Regierung gesteht ein, dass Unrecht geduldet worden sei. Es seien Massnahmen beschlossen worden, damit sich solche Dinge nicht mehr ereignen könnten. Personelle Folgen hat der Fall aber nicht – der Kantonstierarzt kann seinen Job behalten.

(maw) Erwin Kessler lag jahrelang im Clinch mit dem umstrittenen Pferdehalter von Hefenhofen. Er war massgeblich daran beteiligt, dass der Fall im August 2017 an die Öffentlichkeit gekommen ist und die Behörden schliesslich einschritten. Nun, nach der Aufarbeitung des Falls Hefenhofen, beurteilt er die Arbeit der Untersuchungskommission und die Schlussfolgerungen der Thurgauer Regierung.

«Ich bin hässig»

Kessler kritisiert, dass keine personellen Konsequenzen gezogen werden. «Es braucht fähige Leute, einen fähigen Kantonstierarzt», sagt er im Video-Interview mit dem Tagblatt. Rein organisatorische Massnahmen nützten nichts. «Ich bin hässig», sagt er. «Aber der Politfilz hält zusammen.»

«Rechtsfreier Raum»

In einem Communiqué legte der Präsident des Vereins gegen Tierfabriken (VgT) am Mittwochnachmittag dann nach. «Der Schlussbericht der Administrativ-Untersuchungskommission hat den Steuerzahler über 800'000 Franken gekostet. Er wird keine Folgen haben, den Tierschutz nicht verbessern, denn die Regierung hat ihn heute mit viel Blabla abgetan», heisst es in der Mitteilung, die auf der Website des Vereins gegen Tierfabriken publiziert wurde. Auf dem Hof des Pferdezüchters habe über viele Jahre ein rechtsfreier Raum geherrscht.

Der Verwaltung hätten schon bisher genug Instrumente zur Verfügung gestanden, um den Pferdezüchter in die Schranken zu weisen, sie seien aber vorsätzlich nicht genutzt worden.

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