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Toni Brunner, Wahlkampfleiter der St.Galler SVP vor den Nationalratswahlen: «Ich bin nicht bereit, auch nur einen Sitz an die Linken zu verschenken»

Toni Brunner, Wahlkampfleiter der St.Galler SVP, ortet bei seiner Partei Schwächen - und kündigt weitere Listen für die nationalen Wahlen im Herbst an.
Regula Weik
Toni Brunner, Wahlkampfleiter der St.Galler SVP (Bild: Michel Canonica)

Toni Brunner, Wahlkampfleiter der St.Galler SVP (Bild: Michel Canonica)

«Wir sind träge geworden.» Toni Brunner braucht nur vier Worte – und sogleich hat jede Frau und jeder Mann bis in die hinterste Saalecke begriffen: So kann es nicht weitergehen. Brunner, Wahlkampfleiter der St. Galler SVP, macht keinen Hehl daraus, dass ihm «diese spürbare Lethargie» missfällt. «Ich will gewinnen. Ich bin nicht bereit, auch nur einen Sitz an die Linken zu verschenken.» Auf diese Kampfansage folgt sein Appell: «Wer gleich denkt wie ich, muss an die Urne gehen.» Und weiter: «Wir müssen an unseren Schwächen arbeiten.»
Eine missfällt Brunner besonders: die mangelhafte Mobilisierung. «Wir müssen wieder mehr rausgehen und präsent sein. «Nur dann gelingt es uns, die fünf Sitze im Nationalrat zu halten.»

Wo bleiben die Jungen?


Brunner hat darüber hinaus einen Plan, wie er in den nationalen Wahlen im Herbst einen zusätzlichen Mobilisierungseffekt erzielen kann. Er greift zu einem bekannten Hausmittelchen: zu spezifischen Wahllisten. Im April präsentierte die Partei ihre Hauptliste, in den nächsten Wochen werden drei weitere folgen. «Wir sind dabei, Ergänzungslisten zu machen», sagt Brunner, «eine Seniorenliste, eine Unternehmerliste und eine internationale Liste.»

Mehr mag er noch nicht verraten, auch keine Namen. Die neue Massnahme sei notwendig, sagt Brunner, «auch um Leute für die Kantonsratswahlen im Frühling 2020 aufzubauen». Apropos Aufbau: Weshalb tritt die Junge SVP nicht mit einer eigenen Liste an? «Wir Jungen werden am besten gefördert, wenn wir einen Platz auf der Hauptliste haben», sagt Sascha Schmid, Präsident der Jungpartei und Kantonsrat. Beweis dafür seien Lukas Reimann und Mike Egger, beide Nationalräte und beide Ehrenpräsidenten der Jungen SVP.

Nicht die einzige Partei mit vier Listen

Die SVP ist nicht die einzige Partei, die mit vier Listen in den Nationalratswahlkampf zieht. Die Freisinnigen tun es ebenfalls – mit Hauptliste, Frauenliste, Jungfreisinnigen und Umweltfreisinnigen. Am meisten Kandidierende schickt allerdings die SVP ins Rennen, nämlich 48. Die FDP tritt mit 42 an.

Dieses Ranking der «Meistbietenden» ist ohne Gewähr: Wahlvorschläge können nämlich noch bis Mitte August eingereicht werden.

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