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Kolumne

Toggenburger Politiker will Vorarlberg und St.Gallen fusionieren

Der St.Galler SP-Kantonsrat Martin Sailer träumt von einem 27. Kanton. In einem Vorstoss fragt er die St.Galler Regierung, was sie von einem Zusammenschluss mit Vorarlberg halte.
Marcel Elsener
Er mache gern komische Sachen, sagt SP-Kantonsrat Martin Sailer im Video für seine Nationalratskandidatur. (Bild: Regina Kühne)

Er mache gern komische Sachen, sagt SP-Kantonsrat Martin Sailer im Video für seine Nationalratskandidatur. (Bild: Regina Kühne)

Seit drei Jahren sitzt er, gewählt als Parteiloser auf der SP-Liste, inzwischen eingetragener Sozialdemokrat, im St.Galler Kantonsrat: Martin Sailer, 48-jähriger Kleintheaterveranstalter mit Wohn- und Arbeitsort Un­terwasser. So ernsthaft er Politik betreibt, etwa wenn es um die Kulturförderung geht, so wenig hat er sich im mitunter zermürbenden Pfalzbetrieb die Freude nehmen lassen. Oder besser gesagt die Neugier und den Spass.

Er mache gern komische Sachen, sagt er im Video für seine Nationalratskandidatur, erwähnt seinen Zweitjob als Erfinder von Intelligenzspielen für Hunde und Katzen und bringt das Hüpfwasser auf dem Klangweg in Schwingung. Von Grenzen hält Sailer wenig, lieber versteht sich der frühere Primarlehrer als kultureller und politischer Brückenbauer – als Städter auf dem Land weiss er, dass man mit allen Leuten reden sollte. Prompt besuchte er als einziger Linker das Wahlfest der SVP in Nesslau.

Nun geht er einen Schritt weiter – über den Rhein ins Ausland. In einer Interpellation fragt er die St.Galler Regierung, was sie von einer Fusion mit Vorarlberg halte und welche Schritte dafür möglich wären. Anstoss für die visionäre Idee, ja «Spinnerei», wie er selber schreibt, sind zwei Umfragen von Vorarlberger ­Medien, die eine Bevölkerungsmehrheit für einen Zusammenschluss mit der Schweiz ergaben – hundert Jahre nach dem schnöd abgelehnten Anschlussbegehren. «Wir haben dieselbe Sprache und eine sehr ähnliche Kultur», schreibt Martin Sailer und träumt von der Verbindung über den Rhein. Er werde wohl noch «öfters ausgelacht», sagte er, als er 2016 die kantonsrät­liche IG Kultur gründete. Nun freuen wir uns auf eine IG Vorarlberg – im Wissen, dass «grosse Veränderungen immer mit einer Vision beginnen». Mit Sailer gesagt. (mel)

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