Toggenburger Klanghaus wird von Frauenfelder Architekturbüro realisiert – 2021 beginnen die Bauarbeiten

Das Büro Staufer & Hasler Architekten aus Frauenfeld wird das Klanghaus Toggenburg realisieren. 2021 soll in einem ersten Schritt die Strasse zum künftigen Klanghaus verlegt werden. Das 23,3 Millionen Franken teure Projekt wird voraussichtlich 2024 Eröffnung feiern.

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Das Klanghaus-Modell am Stand von Toggenburg Tourismus an der Toggenburger Messe 2019.

Das Klanghaus-Modell am Stand von Toggenburg Tourismus an der Toggenburger Messe 2019.

Bild: Ruben Schönenberger

(red/pw) Im vergangenen Juni sagte das St.Galler Stimmvolk Ja zum Bau des Klanghauses Toggenburg. Konzipiert hatte den Holzbau der Architekt Marcel Meili aus dem Architekturbüro Meili & Peter, der letztes Jahr verstarb. Wie die St.Galler Staatskanzlei in einer Mitteilung schreibt, wurde die Umsetzung des Vorhabens nun an die Architektin Astrid Staufer aus dem Büro Staufer & Hasler in Frauenfeld übertragen. Sie wird das Bauvorhaben im Sinn und Geist von Marcel Meili umsetzen.

Das Klanghaus entsteht am heutigen Standort des Hotels Seegüetli am Schwendisee oberhalb von Unterwasser. Im Vergleich zum Hotel wird das Klanghaus weiter entfernt vom See erstellt. Deshalb werden 2021 in einem ersten Schritt die heutige Strasse verlegt und das Hotel Seegü̈etli abgerissen.

Kanton trägt 22,3 Millionen zum Projekt bei

Anschliessend folgt der Bau des Klanghauses. Voraussichtlich 2024 will der Kanton zusammen mit der Stiftung Klangwelt das Klanghaus eröffnen. Die Baugesuche für den Bau der Strasse und des Klanghauses werden im Herbst 2020 eingereicht. Die Gesamtkosten für den Bau des Klanghauses betragen 23,3 Millionen Franken. Davon finanziert die Klangwelt Toggenburg 1 Million Franken. Für den Kanton verbleiben Kosten von 22,3 Millionen Franken.

Der Holzbau wird vier einzigartige Klangräume umfassen; sie können wie ein Instrument gestimmt werden. Zudem entstehen zwei Aussenbühnen für Musikexperimente im Freien. Die herausragende Akustik des Gebäudes soll Musikerinnen und Musiker aus nah und fern für Proben, Kurse und Aufführungen anziehen.

Klanghaus Teil des «Klangcampus»

Das Klanghaus ist eingebunden in das touristische Gesamtkonzept «Klangcampus». Das Konzept befindet sich in der Aufbau- und Entwicklungsphase. «Klangcampus» will die wirtschaftliche Entwicklung vorantreiben sowie die Zusammenarbeit von lokalem Gewerbe, dem Toggenburg Tourismus und der Stiftung Klangwelt fördern.

Im Gebiet Schwendi werden jährlich 100’000 Gäste erwartet. Die jährliche Wertschöpfung soll auf 50 Millionen Franken ausgebaut werden. Ermöglicht werden die konzeptionellen Vorbereitungsarbeiten durch finanzielle Fördermittel im Rahmen der Neuen Regionalpolitik (NRP) von Bund und Kanton St.Gallen.