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Kolumne

Zwischen Liverpool und Wattwil

Am Samstag steigt das Finale der Champions-League zwischen Liverpool und Real Madrid. Auch auf der Redaktion in Wattwil ist das Thema omnipräsent. Redaktor Timon Kobelt beschreibt, wie er kaum noch an etwas anderes denken kann.
Timon Kobelt
Timon Kobelt, Redaktor "Toggenburger Tagblatt". (Bild: Hanspeter Schiess)

Timon Kobelt, Redaktor "Toggenburger Tagblatt". (Bild: Hanspeter Schiess)

«You’ll never walk alone» ist wohl die bekannteste Hymne, die der Clubfussball hervorgebracht hat. Sie geht einem unter die Haut, besonders an der Anfield Road in Liverpool, wo das Lied seinen Ursprung hat und wo die Worte über dem schmiedeeisernen Tor stehen, das den Eingang zum Stadion markiert. Die Hymne der «Reds» wird morgen auch vor dem Championsleague-Finale erklingen. Die Vorfreude bei mir ist riesig. Schliesslich steht Liverpool zum ersten Mal seit 2007 im Finale.

So schlich sich die Melodie des Liedes diese Woche im Büro regelmässig in meinen Kopf. Dass mein Chef über Pfingsten in Liverpool weilte und mir viele Fotos von der Innenstadt zeigte, war auch nicht gerade förderlich für meine Konzentration. «Dort heben sie vielleicht bald zum sechsten Mal den Henkelpott in die Höhe», dachte ich insgeheim. Und auch eine andere Erinnerung drang in mein Bewusstsein.

Vor fast genau drei Jahren habe ich «You’ll never walk alone» zum ersten Mal live in Anfield gehört. Es war das Abschiedsspiel der Clubikone und meines grossen Idols Steven Gerrard. Liverpool verlor das Spiel mit 1:3. So gross die Enttäuschung ob des Resultats auch war – nur schon wegen dieser Hymne hatte sich das Kommen gelohnt. Ein Freund von mir filmte, sodass ich das Lied geniessen konnte. Mit geschlossenen Augen und dem roten Liverpool-Schal ausgestreckt saugte ich einfach nur alles auf. Die Gänsehaut spüre ich noch heute.

Mit den Gedanken wieder in der Redaktion in Wattwil spricht ein Kollege von mir über Botschaften. Journalisten werden mit allerhand Botschaften eingedeckt, sei es von Politikern, Unternehmen oder Vereinen. Doch die beste Botschaft, die ich seit langem gehört habe, ist folgende: «We have to change from doubters to believers!» Jürgen Klopp, aktueller Coach des Liverpool FC, verkündete sie nach Amtsantritt den Supportern der «Reds» und forderte sie auf, mehr ans eigene Team zu glauben. Und so werde ich das Finale als «believer» schauen. Unabhängig vom Resultat wird «You’ll never walk alone» auch nach dem Schlusspfiff so sicher ertönten wie das Amen in der Kirche. Und die passionierten Liverpool-Fans werden Tränen vergiessen. Hoffentlich Freudentränen.

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