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Zwingli in Tönen und Worten erleben

Mit «Im Schatten der sieben Fürsten» kommt Ende Oktober ein Projekt zur Aufführung, das sich auf künstlerische Weise dem Reformator Ulrich Zwingli nähert. Zwei Chöre aus der Region spannen hierfür zusammen.
Anina Rütsche
Dänu Wisler, Doris Bühler-Ammann und Rebecca Scherrer-Wiesenberg (von links) freuen sich aufs Zwingli-Projekt. (Bild: PD)

Dänu Wisler, Doris Bühler-Ammann und Rebecca Scherrer-Wiesenberg (von links) freuen sich aufs Zwingli-Projekt. (Bild: PD)

Nur wenige Menschen haben die Schweiz so nachhaltig geprägt wie der Reformator Ulrich Zwingli. Demnächst erinnert ein musikalisches und literarisches Projekt an den bekannten Toggenburger, der von 1484 bis 1531 gelebt hat. «Im Schatten der sieben Fürsten – Schicksalsjahre des jungen Zwingli» heisst es, und es wird am 27. Oktober in Hemberg und am 28. Oktober in Wattwil über die Bühne gehen.

Verschiedene Künstler aus der Region wirken mit

Hinter dem Vorhaben stehen die evangelisch-reformierte Kirchgemeinden Oberer Necker und Unteres Neckertal. Beteiligt sind mit dem ökumenischen Kirchenchor St. Peterzell und der Singgruppe Brunnadern zwei bereits bestehende Formationen aus der Region. Sie schliessen sich zu einem grossen Ad-hoc-Chor zusammen, für den derzeit weitere motivierte Sängerinnen und Sänger gesucht werden (siehe Kasten). Ausserdem wirken die Jodler Rebecca Scherrer-Wiesenberg, Doris Bühler-Ammann und Christian Näf mit. Letzterer musiziert zusätzlich am Hackbrett. Ebenfalls tritt der Musiker und Schriftsteller Dänu Wisler auf.

Die Idee zur rund einstündigen Veranstaltung stammt von Doris Bühler-Ammann, die in Schönengrund wohnt, sowie von Dänu Wisler aus Oberhelfenschwil. Beide sind bei den Kirchgemeinden als Kirchenmusiker angestellt. Im Frühjahr haben sie beschlossen, zum Ausklang des Reformationsjahres das Thema Zwingli auf unterhaltsame und künstlerische Weise zugänglich zu machen. Für Dänu Wisler ist der Inhalt altbekannt, denn 2017 hat er einen Roman über das Leben Zwinglis herausgegeben, der den gleichen Titel trägt wie das aktuelle Chorprojekt. Passagen aus seinem Werk wird er an den beiden Aufführungsabenden vorlesen. In der Einladung heisst es: «Er erzählt in packender Sprache, wie aus dem Buben der Berge der spätere Humanist, Musiker und Theologe wurde.» Die Texte aus dem Buch, so die Vorankündigung, «vermögen auch kirchenkritische Zeitgenossen zu begeistern».

Uraufführung eines eigens komponierten Lieds

Ebenso wichtig, wie die Lesung, ist für Dänu Wisler die Musik. Einerseits, weil er an der Aufführung Alphorn spielen wird. Andererseits, weil zum Programm mit Musik von Peter Roth unter anderem eine Uraufführung gehört. Gemeinsam mit Peter Roth hat Dänu Wisler vor kurzem das Jodellied «Los mini Seel» geschaffen. Der Text stammt von Dänu Wisler, die Melodie von Peter Roth. Für Dänu Wisler war dies eine neue Erfahrung: «In der Regel vertone ich meine Texte nämlich selbst.» Da er den Toggenburger Komponisten aber schon länger kenne und schätze, habe er sich gerne auf dieses Experiment eingelassen. Und es habe sich gelohnt, denn beide seien mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Darauf angesprochen, welchen Bezug «Los mini Seel» zum Reformator Zwingli habe, antwortet Dänu Wisler, dass der Zusammenhang indirekt sei. «Im Text geht es um die Natur, um die Schöpfung, um das dörfliche Leben», verrät er. «Das, was ich beschreibe, passt gut zu Zwinglis Heimat, dem Obertoggenburg.» Es gehe darum, aufmerksam durchs Leben zu gehen, und genau das wolle er den Zuhörerinnen und Zuhörern mit auf den Weg geben. Grösstenteils werde «Los mini Seel» a cappella gesungen, begleitend kämen bei gewissen Passagen Alphornklänge hinzu.

Proben beginnen nächste Woche

Auch die Organisatorin und Jodlerin Doris-Bühler-Ammann freut sich auf die Aufführungen im Herbst, insbesondere auf den Alpsegen. Zunächst finden aber die Proben statt – bereits ab nächster Woche wird geübt. «Derzeit sind rund 50 Sängerinnen und Sänger angemeldet», sagt Doris Bühler-Ammann. «Das ist schön, doch es wäre noch viel schöner, wenn unsere Gruppe weiter wachsen könnte.» Wer nun also Lust verspürt, sich spontan dem Zwingli-Projekt anzuschliessen, kann sich bei den Verantwortlichen melden und nächsten Montag oder Mittwoch an die erste Probe gehen. Gesucht werden Vertreterinnen und Vertreter in sämtlichen Stimmlagen. Das Angebot richtet sich an all jene, die bereits über Grunderfahrungen im Singen verfügen. Jodelkenntnisse braucht es keine.

Weitere Sängerinnen und Sänger gesucht

Für die Aufführung von «Im Schatten der sieben Fürsten» suchen der ökumenische Kirchenchor St. Peterzell und die Singgruppe Brunnadern weitere Sängerinnen und Sänger. Die Proben beginnen gemäss Angaben der Veranstalter Mitte August, die Konzerte mit Lesung finden Ende Oktober statt: Samstag, 27. Oktober, 20.15 Uhr in der evangelischen Kirche Hemberg und Sonntag, 28. Oktober, 17 Uhr, in der evangelischen Kirche Wattwil.

Wer dabei sein möchte, kann sich bei einem der beiden Chöre den Proben anschliessen. Diese finden wie folgt statt: Der ökumenische Kirchenchor St. Peterzell übt ab 13. August jeweils am Montag ab 20.15 Uhr. Die Singgruppe Brunnadern trifft sich jeweils am Mittwoch um 20.15 Uhr.

Anmeldung beim ökumenischen Kirchenchor St. Peterzell: Thomas Ulsamer, Telefon 079 406 62 08. Anmeldung bei der Singgruppe Brunnadern: Angela Thalmann, Telefon 079 377 86 62. (pd/aru)

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