Zwingli-Film ist im Toggenburg heiss begehrt

Innerhalb von zwei Wochen knackt der Film im Toggenburg 1000-Besucher-Marke.

Timon Kobelt
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Zwingli-Film Vorführung im Kino Passerelle: Peter Bötschi (ganz links), Leiter des Kinos Passerelle. Hauptdarsteller Max Simonischek, Produzentin Anne Walser und Regisseur Stefan Haupt (von links) stellen sich an der Premiere den Fragen aus dem Publikum.

Zwingli-Film Vorführung im Kino Passerelle: Peter Bötschi (ganz links), Leiter des Kinos Passerelle. Hauptdarsteller Max Simonischek, Produzentin Anne Walser und Regisseur Stefan Haupt (von links) stellen sich an der Premiere den Fragen aus dem Publikum.

Bild: Christian Regg

Nicht alle, die am Sonntagabend, 21.Januar, der Premiere des Zwingli-Films in Wattwil beiwohnen wollten, fanden einen Platz im Saal des Kinos Passerelle. Dessen Geschäftsführer Peter Bötschi musste viele Interessenten auf später vertrösten, denn der Anlass war bis auf den letzten Platz ausgebucht.

Der Andrang war so gross, dass die Warteschlange bis ins Freie reichte, und dies hatte einen guten Grund: An jenem Abend wurde zusätzlich zum Film ein Gespräch mit Vertretern der Crew geboten. Im Rahmen einer Premieren-Tour kam der 36-jährige Schauspieler Max Simonischek ins «Passerelle», der im Film den im Toggenburg aufgewachsenen Ulrich Zwingli verkörpert. Begleitet wurde er vom Regisseur Stefan Haupt und der Produzentin Anne Walser von der C-Films AG.

Zwinglis Taten sind bis heute von Bedeutung

Schauspieler Max Simonischek sagte im Anschluss an den Film, dass sein Ziel darin bestanden habe, den Leuten einen «neuen Zwingli» zu vermitteln, der greifbar und verständlich rüberkomme. Dass Zwingli ein wacher Geist gewesen sei, ein Versessener, der alles wissen wollte, bestätigte auch Regisseur Stefan Haupt. «Was Zwingli getan hat, ist bis heute von Bedeutung, und das hat mich im Verlauf der Recherchen extrem beeindruckt.» Anne Walser betonte, dass es ihr und der Firma C-Films AG bei all ihren Produktionen wichtig sei, mit nachhaltiger Wirkung verschiedene Ausschnitte aus der Schweizer Geschichte in bewegten Bildern festzuhalten.

Auf Anfrage löste die Produzentin nach Abschluss des offiziellen Teils ein Rätsel auf, das dem einen oder anderen Zuschauer aus dem Toggenburg aufgefallen sein dürfte. Denn wider Erwarten spricht Zwingli im Film nicht Toggenburger Mundart, sondern einen Dialekt, der stark nach Züridütsch tönt. Ein Experte vom schweizerdeutschen Wörterbuch Idiotikon habe geraten, ein möglichst neutrales Deutsch zu verwenden, und daran habe man sich orientiert. «Doch eigentlich wissen wir gar nicht, wie Zwingli wirklich redete», gibt Anne Walser zu bedenken. «Tonaufnahmen aus seiner Zeit existieren leider keine.»

Tausend Zuschauer innert zwei Wochen

Auch nach der Premiere blieben Tickets für den Zwingli-Film hiess begehrt. Bereits zwei Wochen später knackte der Streifen im Kino Passerelle die 1000-Besucher-Marke.

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