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Zweiter Kobelco-Hybridbagger der Schweiz gehört einer Toggenburger Baufirma

Auch wenn es für Baumaschinen keine Subventionen gibt, wenn sie umweltfreundlicher sind, die Gebr. Alpiger AG in Alt St.Johann hat sich einen Hybridbagger zugelegt. Nach den Ferien wird er zum ersten Mal eingesetzt.
Michael Hehli
Cedric, Sandro, Raphael und Hans Alpiger (von links) von der Gebr. Alpiger AG in Alt St.Johann vor ihrem neuen Hybridbagger. (Bild: Michael Hehli)

Cedric, Sandro, Raphael und Hans Alpiger (von links) von der Gebr. Alpiger AG in Alt St.Johann vor ihrem neuen Hybridbagger. (Bild: Michael Hehli)

Der Klimawandel ist momentan in aller Munde. Auch an der Baubranche geht dies nicht spurlos vorbei. Seit einiger Zeit bieten manche Anbieter von Baumaschinen Hybridfahrzeuge an. Die Gebr. Alpiger AG in Alt St.Johann machte kürzlich von diesem relativ neuen Angebot Gebrauch.

Am Donnerstag letzter Woche traf bei ihnen ein Hybridbagger des japanischen Herstellers Kobelco ein. Nach den Ferien wird dieser seinen Ersteinsatz an der Hauptstrasse zwischen Alt St.Johann und Unterwasser leisten, wo er beim Bau einer Fernwärmeleitung zwischen besagten Orten zum Einsatz kommen wird.

Fürs Auge wird er dabei jedoch nicht viel hergeben: Abgesehen von einem «Hybrid»-Schriftzug auf der Seite gibt es keine sichtbaren Unterschiede zu normalen Baggern.

Für die Arbeiter ändert sich nichts

Auch für die Arbeiter auf der Baustelle wird sich nichts ändern: «Vom Betrieb her ist der Hybridbagger genau gleich wie das herkömmliche Modell», sagt Raphael Alpiger.
Der grösste Unterschied bestehe darin, dass der Bagger mehr Kraft für die Arbeit habe, da er sich nicht hydraulisch, sondern mit einem Elektromotor dreht. Ausserdem unterstützt ein Motorgenerator die Hydraulik bei starker Belastung.

Dadurch verbrauche der Bagger im Vergleich zum Standardmodell zwischen zehn und fünfzehn Prozent weniger Treibstoff. Wie viel schlussendlich eingespart wird, komme jedoch stark auf den Einsatz an: «Bei leichter Arbeit spart er im Vergleich zum herkömmlichen Modell massiv Treibstoff. Ein normaler Bagger verbrennt überschüssige Energie einfach, während das Hybridmodell diese speichert», sagt Alpiger.

Er kann sich gut vorstellen, die Hybridflotte zu erweitern, sollte sich dieser erste Bagger bewähren: «Wenn die elektrischen Komponenten halten, werden wir weiter auf Hybrid setzen», sagt er.

Keine Nachteile ausser dem Kaufpreis

Auf Erfahrungsberichte anderer Firmen kann er nicht zurückgreifen. In der Schweiz sei die Hybridmaschine der Gebr. Alpiger AG erst die zweite dieser Marke. Die andere befinde sich in der Westschweiz.
Vorgestellt wurde das Modell erst 2016. Laut Hersteller ist dies der erste Bagger mit einer Lithium-Ionen-Batterie.

Nachteile gegenüber herkömmlichen Baggern sind Alpiger keine bekannt. «Ausser dem Preis», fügt er hinzu. Anders als für Privatfahrzeuge gibt es für Baufirmen keine Subventionen für sparsamere Maschinen. So geschah die Anschaffung des Hybridbaggers denn auch aus Eigenantrieb: «Auf diese Art können wir zum Umweltschutz beitragen», sagt Alpiger.

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