Zwei Toggenburger werden temporär zu Fernsehstars 

Susanne Weber, Lichtensteig, und Walter Wohlgensinger, Mosnang, präsentieren diese Woche bei «Mini Schwiiz, dini Schwiiz» ihre Wohnregion.

Beat Lanzendorfer
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Susanne Weber und ihr Schwager Walter Wohlgensinger wussten bis kurz vor Drehbeginn nicht, dass sie gleichzeitig Hauptdarsteller der Fernsehsendung «Mini Schwiiz, dini Schwiiz» sind.

Susanne Weber und ihr Schwager Walter Wohlgensinger wussten bis kurz vor Drehbeginn nicht, dass sie gleichzeitig Hauptdarsteller der Fernsehsendung «Mini Schwiiz, dini Schwiiz» sind.

Bild: Beat Lanzendorfer

Bei der vom Schweizer Fernsehen ausgestrahlten Sendung «Mini Schwiiz, dini Schwiiz» stellen jeweils pro Woche fünf Schweizerinnen oder Schweizer ihre Wohnregion persönlich vor.

Diese Woche sind es wegen des Ostermontags nur vier, gezeigt werden Gegenden des Kantons St.Gallen. Mit dabei sind Susanne Weber aus Lichtensteig und Walter Wohlgensinger aus Mosnang. Die weiteren Teilnehmer kommen aus Walenstadt und Bad Ragaz.

Die Überraschung war gross

Voneinander wissen die Teilnehmenden, die bei allen Vorstellungen mit dabei sind, im Vorfeld allerdings nichts. Walter Wohlgensinger war am 17. September des letzten Jahres entsprechend baff, als er in Libingen Susanne Weber traf.

Er kennt sie, immerhin ist sie seit mehreren Jahrzehnten seine Schwägerin. Trotzdem fragte er verwundert: «Was machst denn du hier?». Ihre Antwort: «Ich mache bei ‹Mini Schwiiz, dini Schwiiz› mit.» Aus demselben Grund war der 64-Jährige vor Ort. In Libingen, im Dorf am Fusse der Kreuzegg, fand der erste Drehtag der Vorabendsendung des Schweizer Fernsehens statt.

Keine Zeit zum Nachdenken

Beide temporären Fernsehstars haben das Rampenlicht nicht gesucht und sind für die Teilnahme von «Mini Schwiiz, dini Schwiiz» vom Produktionsteam der Sendung angefragt worden. «Ich erhielt letztes Jahr am 17. August ein Telefonanruf, ob ich Lust hätte, bei der Sendung mitzumachen», sagt Walter Wohlgensinger.

«Zuerst habe ich Nein gesagt, weil ich der Meinung war, jemand Jüngerer sei dafür besser geeignet.»

Am Ende des Telefongesprächs war er nicht mehr gänzlich abgeneigt, erbat sich aber eine kurze Bedenkzeit von zwei Stunden, da er anderntags mit Ehefrau Lisbeth eine zweiwöchige Ferienreise nach Norwegen antrat. «Dies war für das Produktionsteam kein Hindernis. Nach einem Testinterview vor Beginn des Urlaubs hat mich dann eine freundliche Dame in den Ferien angerufen und mir erklärt, dass die Wahl auf mich gefallen ist», erklärt Wohlgensinger lachend.

Bei Schwägerin Susanne Weber war die Konstellation etwas anders. Sie ist Präsidentin des Vereins Jazzclub Lichtensteig, der die jährlichen Jazztage organisiert. Geni Scherrer, der Musikdirektor, habe die Anfrage erhalten, aber erklärt, dass er während der Aufnahmen in den Ferien sei, er kenne aber jemanden, der für die Teilnahme prädestiniert sei.

«Nach dem Telefonanruf und dem späteren Testinterview spürte ich, wie die Nervosität in mir hochstieg. Nach einer Nacht Bedenkzeit, habe ich dann zugesagt.»

Die Filmaufnahmen waren stressige Tage

Nach dem Ja begannen für beide stressige Tage. «Nach unserer Rückkehr aus Norwegen blieben mir 48 Stunden, um ein Konzept zu erarbeiten», erklärt Wohlgensinger. Und Weber: «Das Produktionsteam räumt einem sehr viel Freiraum ein.»

Die Herausforderung für den jeweiligen Gastgeber bestehe darin, seinen Wohnort in den drei Kategorien Freizeit, Tradition und Kulinarik möglichst gut zu verkaufen. Um Doppelspurigkeiten zu vermeiden, mussten pro Kategorie drei Themen vorgeschlagen werden. «Letztendlich hat das Fernsehteam entschieden, über welches Thema Aufnahmen entstehen», erklärt Weber.

Beide haben die vier Tage sehr genossen, wenn sie auch durchaus mit Anspannung und Stress verbunden waren. «Wir drehten täglich rund acht Stunden», sagt Wohlgensinger. «Ich war froh, dass ich gleich zu Beginn an der Reihe war, so konnte ich die anderen Tage ruhiger angehen.»

Beide wären erneut dabei

Am Ende eines Drehtages mussten die Teilnehmenden den jeweiligen Gastgeber benoten. Der Sieger wird nach der letzten Sendung am kommenden Freitag gekürt. Beide würden bei einem ähnlichen Konzept durchaus wieder mitmachen. «Ich bin gespannt, was sie aus mir gemacht haben. Es war eine lässige Erfahrung mit vier verschiedenen Charakteren, die aber gut zueinander gepasst haben», sagt Wohlgensinger, der wie seine Schwägerin die Filmaufnahmen noch nicht gesehen hat.

Susanne Weber hat die Tage ebenso genossen, bedauert aber, «dass ich die Sendung nicht bei einem Apéro mit Freunden schauen kann – leider macht uns das Coronavirus einen Strich durch die Rechnung.»

Ausstrahlungen

«Mini Schwiiz, dini Schwiiz», SRF1, 14. bis 17. April, jeweils von 18.15 bis 18.40 Uhr, 14. April: Walter Wohlgensinger, Mosnang; 15. April, Susanne Weber, Lichtensteig; 16. April, Walenstadt; 17. April, Bad Ragaz.