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Zwei Listen für den Toggenburger Freisinn

Die FDP und die Jungfreisinnigen treten mit je einer Liste für die Kantonsratswahlen an. Beide wären eigentlich komplett gewesen. Bei beiden entstand eine unerwartete Lücke.
Ruben Schönenberger
Die Kandidierenden der FDP und der Jungfreisinnigen stellten sich mit persönlichen Gegenständen vor. Diese nahmen sie auch auf das Gruppenbild mit. (Bild: Ruben Schönenberger)

Die Kandidierenden der FDP und der Jungfreisinnigen stellten sich mit persönlichen Gegenständen vor. Diese nahmen sie auch auf das Gruppenbild mit. (Bild: Ruben Schönenberger)

Politik soll Spass machen dürfen, ja, der Wahlkampf müsse gar Spass machen, fand FDP-Wahlkampfleiter Urs Stillhard am Freitagabend im Dietfurter Gewerbepark, wo sich die FDP Toggenburg zur Nominationsversammlung traf. Gemeint hatte er damit wohl Wahlkampfaktivitäten.

Der erste Lacher gehörte aber Präsident Simon Seelhofer, der in seiner Begrüssung Imelda Stadler kurzerhand zur Regierungsrätin machte, seinen Versprecher aber sogleich bemerkte. Für einen Lacher sorgte auch die Anekdote, dass der Kirchberger Schulratspräsident Orlando Simeon sich im Datum geirrt hatte und gestern schon in Dietfurt war. «Schön, bist du heute wieder da», sagte Seelhofer lachend.

Jungfreisinnige machen Theater

Diese nicht ganz freiwilligen Lacher hätte es indes gar nicht gebraucht, um die Versammlung der FDP Toggenburg tatsächlich zu einer der kurzweiligeren zu machen. Dafür sorgten in erster Linie die Jungfreisinnigen. Sie präsentieren ihre Themen – «manchmal sind das vielleicht andere als bei der FDP», meinte der Präsident der Toggenburger Jungfreisinnigen, Nicolas Stillhard – in kurzen Sketches.

Beim Plakatieren verunfallt: Aber wohin mit diesem Notfall? Die Jungfreisinnigen zeigten ihre Themen mit Sketches auf. (Bild: Ruben Schönenberger)

Beim Plakatieren verunfallt: Aber wohin mit diesem Notfall? Die Jungfreisinnigen zeigten ihre Themen mit Sketches auf. (Bild: Ruben Schönenberger)

So spielten mitten in einer FDP-Nominationsversammlung beispielsweise zwei Jungfreisinnige betrunkene Jugendliche, die vom Ausgang nach Hause kommen, während andere schon zur Arbeit müssen und sich sowohl über den schlechten öV als auch die fehlende 5G-Abdeckung im Toggenburg enervieren. Und natürlich durfte auch die Spitaldebatte nicht fehlen: Beim Plakatieren verletzt sich ein Jungfreisinniger und blutet stark. Nur: Wohin mit dem Verunfallten? Direkt nach Grabs? Nach Wil? Doch nach Wattwil? Oder lieber gleich nach St.Gallen?

Auf beiden Listen fehlt noch jemand

Die FDP-Kandidierenden blieben ihrerseits bei bewährten Vorstellungsrunden, ergänzten sie aber mit persönlichen Gegenständen, die sie mitbrachten. So präsentierte der bisherige Kantonsrat Kilian Looser beispielsweise eine Bienenwabe, weil er fleissig wie eine Biene sei.

Nominiert wurden alle Kandidierenden der FDP und der Jungfreisinnigen einstimmig. Trotzdem sind beide Listen nicht voll. Sowohl bei der FDP als auch bei den Jungfreisinnigen musste sich kurz vor der Nominierung jeweils ein Kandidat zurückziehen. Die Versammlung – beziehungsweise die Versammlungen, formal hielten Mutter- und Tochterpartei eine solche ab – erlaubten den Parteileitungen, die fehlende Linie auf der Liste in Eigenregie zu füllen.

Mit den aktuell 20 und vielleicht bald 22 Kandidierenden wollen die Freisinnigen so viele Stimmen holen, dass es für die Rückeroberung des vor vier Jahren verlorenen Sitzes reicht. Auf viel Engagement hofft auch FDP-Regierungsrat Marc Mächler, der sich als der angekündigte Überraschungsgast entpuppte. Er gab der Versammlung einen Kurzabriss über die aktuellen und anstehenden Bauprojekte im Toggenburg und strich heraus, dass der Kanton über 500 Millionen Franken ins Toggenburg investiere, «weil wir an das Toggenburg glauben».

Die Kandidierenden der FDP

Imelda Stadler (bisher, Lütisburg), Kilian Looser (bisher, Stein), Andrea Abderhalden-Hämmerli (Nesslau), Donja Gehrig (Wattwil), Christian Hildebrand (Neu St.Johann), Regula Kündig (Lichtensteig), Flurin Schmid (Wattwil), Ruben Schuler (Mosnang), Simon Seelhofer (Kirchberg), André Stump (Unterwasser).

Die Kandidierenden der Jungfreisinnigen

Lucas Meier (Mosnang), Seraina Baumgartner (Nesslau), Nicolas Stillhard (Mosnang), Roman Räss (Lütisburg), Benjamin Senn (Mosnang), Lars Frei (Nesslau), Amer Hodzic (Wattwil), Sandro Güttinger (Wattwil), Xenia Kessler (Bazenheid), Simon Krämer (Lütisburg).

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