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Geringe Kostendeckung: Zwei Buslinien im Toggenburg stehen unter Beobachtung

Nicht alle Buslinien in der Region erreichen den geforderten Kostendeckungsgrad. Bei einer wurden schon Massnahmen ergriffen. Zwei weitere werden beobachtet. Die Busse, die zwischen Lichtensteig und Ebnat-Kappel fahren, stehen bei dieser Kennzahl am besten da.
Martin Knoepfel
Ein Bus nach Herisau in der Wendeschleife am Bahnhof Brunnadern-Neckertal: Die Linie Brunnadern-St. Peterzell-Herisau liegt bei der Kostendeckung im grünen Bereich. (Bild: Martin Knoepfel)

Ein Bus nach Herisau in der Wendeschleife am Bahnhof Brunnadern-Neckertal: Die Linie Brunnadern-St. Peterzell-Herisau liegt bei der Kostendeckung im grünen Bereich. (Bild: Martin Knoepfel)

Drei von 16 Buslinien des öffentlichen Verkehrs (ÖV) im Toggenburg erreichen die Vorgaben des Kantons nicht. Das ist dem neuesten Bericht über den öffentlichen Verkehr zu entnehmen. Er stammt vom kantonalen Amt für öffentlichen Verkehr.

Bei den betroffenen Linien handelt es sich zum einen um das Abendangebot Herisau-Schwellbrunn-St. Peterzell-Wattwil (Linie 183). Der Kostendeckungsgrad liegt bei 16 Prozent. Zum andern sind es die Verbindungen Bütschwil-Mosnang-Mühlrüti-Hulftegg (Linie 766) und Krinau-Lichtensteig-Dietfurt (Linie 772). Sie erreichen Kostendeckungsgrade von 24 und 19 Prozent.

Die tagsüber fahrenden Busse, die Herisau via Schönengrund mit Brunnadern verbinden, sind dagegen im grünen Bereich. Der Kostendeckungsgrad beträgt 33 Prozent. Den höchsten Wert in der Region hat der Busbetrieb Lichtensteig-Wattwil-Ebnat-Kappel mit 65 Prozent.

Die Buslinie 183 operiere seit Jahren unter der Mindestanforderung. Deshalb werde sie ab Dezember 2018 auf den frequenzstarken Abschnitt Schönengrund-Herisau gekürzt, hiess es beim Amt für öffentlichen Verkehr. Mit Hemberg und Neckertal liefen noch Gespräche, damit die Gemeinden abends nicht vom öffentlichen Verkehr abgeschnitten würden.

Minimale Kostendeckung ganz knapp verfehlt

Sowohl der 766er- als auch der 772er-Bus verfehlen die Mindestvorgabe beim Kostendeckungsgrad ganz knapp. Bei der Linie 766 sind es, 24 statt der geforderten 25 Prozent. Bei der Linie 772 beträgt der Kostendeckungsgrad 19 statt 20 Prozent.

Der Kanton beobachte die Situation, ergreife aber im Moment keine Massnahmen, hiess es dazu beim Amt für öffentlichen Verkehr. Mögliche Massnahmen, um den Kostendeckungsgrad zu verbessern, wären eine Streichung von Kursen oder aber höhere Beiträge der Gemeinden.

Alle Bahnlinien erreichen das Mindestziel

Alle Eisenbahnen im Toggenburg schaffen die Zielvorgabe und sind damit im auch grafisch grünen Bereich. Der Voralpen-Express (VAE) Luzern-Rapperswil-St. Gallen liegt mit 65 Prozent Kostendeckung vorne, wobei das die Zahl für die ganze Strecke ist. Der VAE erhält in absoluten Zahlen die zweithöchste Abgeltung im öffentlichen Verkehr im Kanton: 5,7 Millionen Franken. Das gilt aber nur, wenn man die städtischen Buslinien in St.Gallen einzeln betrachtet.

Die S8 erreicht im Abschnitt St.Gallen-Wattwil-Nesslau einen Kostendeckungsgrad von 57 Prozent. Die S9 Wil-Wattwil deckt 55 Prozent ihrer Vollkosten. Bei der S4 sind es 43 Prozent für die ganze Ringlinie. Die S4 erhält in absoluten Zahlen mit 19,7 Millionen Franken die höchste Abgeltung. Zahlen zu den im Toggenburg liegenden Abschnitten des VAE, der S4 und der S8 gibt es nicht. Alle im Artikel erwähnten Zahlen beziehen sich, wenn nicht anders erwähnt, aufs Jahr 2017.

Im öffentlichen Verkehr gilt: je dichter der Fahrplan, desto höher der nötige Kostendeckungsgrad. In der Angebotsstufe gibt es, bis 14 Kurspaare im Tag sowie Bedarfs- und Nachtangebote. Die Kostendeckung muss mindestens 20 Prozent erreichen. In der Stufe 2 – Stundentakt – sind es 25 Prozent. Bei der Stufe 3 – Halbstundentakt liegt die Schwelle bei 30 Prozent. Bei der Bahn liegt die geforderte Kostendeckung jeweils fünf Prozent höher als bei vergleichbaren Bus-Angeboten.

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