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Zunehmender Verunsicherung vorbeugen: Der Mosnanger Gemeinderat diskutiert die Siedlungsentwicklung mit der Bevölkerung

Die räumliche Zukunft von Mosnang beschäftigt. An einem Informationsanlass referierten zwei Raumplaner.
Peter Jenni
Das Filtex-Areal mitten in Mosnang wird sich verändern. Zur dessen Entwicklung habe der Gemeinderat viele Rückmeldungen aus der Bevölkerung erhalten, sagt Gemeindepräsident Renato Truniger. (Bild: Peter Jenni)

Das Filtex-Areal mitten in Mosnang wird sich verändern. Zur dessen Entwicklung habe der Gemeinderat viele Rückmeldungen aus der Bevölkerung erhalten, sagt Gemeindepräsident Renato Truniger. (Bild: Peter Jenni)

Im Hinblick auf die Überarbeitung der kommunalen Ortsplanung lud der Gemeinderat Mosnang am Dienstag zu einem öffentlichen Informationsanlass ins Oberstufenzentrum ein.

Gemeindepräsident Renato Truniger sagte bei seiner Begrüssung, aufgrund der bisherigen Kommunikation seien verschiedene Rückmeldungen eingegangen, dies insbesondere die Entwicklung des Filtex-Areals mit Wiese betreffend. Mit dem Startanlass wolle der Gemeinderat die Bevölkerung für das Thema räumliche Zukunft sensibilisieren und aufzeigen, wie sich der Gemeinderat den Entwicklungsprozess vorstellt.

Innenentwicklung als Chance

«Die Nutzungsplanung bezieht sich nicht nur auf das Filtex-Areal, sondern soll auf die ganze Gemeinde ausgedehnt werden», betonte Truniger, der feststellte, dass sich bei der Bevölkerung zunehmend Verunsicherung bemerkbar mache. Als Referenten konnte er am Anlass die beiden Raumplaner Ueli Strauss-Gallmann und Daniel Rietmann begrüssen konnte.

Mit dem neuen Raumplanungsgesetz (RPG) zeigte Ueli Strauss auf, was in den nächsten Jahren im Ortsplanungsprozess passieren wird, wobei er die drei Ebenen Bund, Kanton und Gemeinde erwähnte. So müssen zum Beispiel Wohn- und Arbeitsgebiete öffentlich erschlossen sein (RPG Bund) oder überdimensionierte Bauzonen müssen reduziert werden (RPG Kanton St.Gallen). Sowohl kantonale als auch kommunale Interessen sollen gewahrt werden:

«Neue Begriffe, mit Blick auf 25 Jahre, sind wichtig für die kommunale Regionalplanung.»

Eine hochwertige Siedlungsentwicklung nach innen sei zentral für die Zukunftsfähigkeit der Gemeinde. Sie ermögliche, «ein qualitatives und quantitatives Wachstum zu gewährleisten, bestehende Quartiere sowie Dorfkerne oder Brachflächen zum Nutzen der Bevölkerung aufzuwerten, wertvolle Ressourcen wie Natur- und Erholungsräume oder Landwirtschaftsflächen zu schonen, Infrastruktur-/Energiekosten zu sparen und das Klima in eine bessere Richtung zu lenken».

Daniel Rietmann sprach über die Bevölkerungsentwicklung von Mosnang, die zum Teil rückläufig war (minus 3,3 Prozent), wobei in den nächsten 25 Jahren mit einem Wachstum von etwa 120 Personen (plus 4,2 Prozent) zu rechnen sei. Diesbezüglich ergebe sich, «dass Mosnang zu viel Bauzone aufweist, die innerhalb von vier Jahren reduziert werden muss». Rietmann:

«Überdimensionierte Bauzonen führen zu einem Auszonungsprozess.»

Bewahren, aufwerten, weiterentwickeln und umstrukturieren sind zwar Fragen im Zusammenhang mit dem Filtex-Areal, «aber auch Fragen, die parallel über das ganze Gemeindegebiet gestellt werden müssen».

«Digitalisierung verändert unser Leben»

Gemäss Ueli Strauss gibt es im Kanton St.Gallen 62'000 Einfamilienhäuser, wobei 12'500 von über 65-Jährigen genutzt werden. Es gebe Megatrends zur Raumentwicklung, zum Beispiel der Digitalisierung wegen, «die unser Leben verändern wird». Aber auch die Nachfrage nach passenden Alterswohnungen werde steigen, was wiederum den Verkauf von Einfamilienhäusern fördere.

Siedlungsentwicklung nach innen werde auch für Mosnang Auswirkungen haben, sind sich die Referenten einig:

«Die Entwicklung der Raumplanung wird die Diskussionen in den nächsten Jahren prägen, wobei es bei der Gemeinde liegt, auf welche Trends sie reagiert: Digitalisierung, Mobilität, geänderte Arbeitsweisen, Demografie oder Klimawandel.»

Auf die Frage «wird das Fuder für Mosnang überladen, kann man die Aufgaben für kleinere und mittlere Gemeinden beschränken», antwortete Ueli Strauss sinngemäss, dabei handle es sich um ein zweiseitiges Schwert: «Bei dem, der jetzt nichts macht, kann später keine Entwicklung stattfinden, bevor die Auflagen erfüllt sind.»

Hinweis

Der nächste Anlass findet am 16. Januar 2020 statt.

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