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Serie

Das Jahr 2018 im Rückblick – Oktober: Resorthotel zu neuem Leben erwecken

Nach dem Erfolg des Baumwipfelpfades Neckertal sieht die neu gegründete Freizeit und Touristik Neckertal AG eine reelle Chance, das ehemalige Resorthotel aus der Versenkung holen zu können.
Urs M. Hemm
Das ehemalige Resorthotel in Mogelsberg ist seit 2009 geschlossen. Die Freizeit und Touristik Neckertal AG möchte den Beherbergungsbetrieb mit einem neuen Konzept wieder eröffnen. (Bild: Sabine Camedda)

Das ehemalige Resorthotel in Mogelsberg ist seit 2009 geschlossen. Die Freizeit und Touristik Neckertal AG möchte den Beherbergungsbetrieb mit einem neuen Konzept wieder eröffnen. (Bild: Sabine Camedda)

Dass Zielstrebigkeit und eine gewisse Risikobereitschaft belohnt werden, hat der Erfolg des Baumwipfelpfads Neckertal in Mogelsberg auf beeindruckende Art und Weise gezeigt. Von Mai bis Ende Oktober konnten die Betreiber des Baumwipfelpfades 100'000 Besucher im Steinwäldli begrüssen. Damit wurde in Mogelsberg eine Attraktion geschaffen, die schweizweit und über die Landesgrenzen hinaus Beachtung fand. In Mogelsberg steht aber auch ein Sorgenkind: das Resorthotel, das seit 2009 geschlossen ist und ein tristes Dasein fristet. Mit dem Erfolgswind des Baumwipfelpfads im Rücken, wurde nun die Freizeit und Touristik Neckertal (FTN) AG gegründet mit dem Ziel, dem ehemaligen Resorthotel wieder Leben einzuhauchen.

Die fünf Gründer und Aktionäre der FTN AG, Stefan Hochreutener, Bruno Vogt, Res Näf, Kurt Vogt und Verwaltungsratspräsidentin Lucrezia Meier-Schatz sind überzeugt, dieses ehrgeizige Projekt zum Erfolg führen zu können. «Wir sind alle mit dem Neckertal verbunden und wollen einen Beitrag zur Entwicklung der Region leisten», sagte Lucrezia Meier-Schatz stellvertretend. Aus diesem Grund unterzeichnete die FTN AG mit der Besitzerin der Liegenschaft, der AGOB AG in Stein am Rhein, einen Kaufrechtsvertrag. Dieser Vertrag räumt der FTN AG ein Jahr Zeit ein, um die Finanzierung für den Kauf sicherzustellen. Über die Kaufsumme wurde keine Auskunft erteilt.

Neues Betriebskonzept ist noch nicht definiert

Ganz brach liegt die ehemalige Freizeitanlage jedoch nicht. In der Sporthalle befindet sich das Trainingszentrum der Fürstenland Frauen (TZFF) und die ehemalige Tennishalle sowie die Aussenplätze werden von der Genossenschaft Baumwipfelpfad als Parkplatz genutzt. «Diese Mietverträge wollen wir weiterführen und längerfristig sichern», sagte Lucrezia Meier-Schatz. Ansonsten gebe es noch keine konkreten Pläne, was mit dem Resorthotel geschehen soll. «Wir stehen in der Startphase unserer Überlegungen.» Dabei unterstützt wird die FTN AG unter anderem von der Fachhochschule Chur und von verschiedenen Experten. Diese sollen auf der Suche nach der richtigen Ausrichtung des künftigen Betriebskonzepts helfen.

Optionen gebe es einige, welche möglichst die vorhandene Infrastruktur mit einbeziehen. Denkbar wäre beispielsweise der Betrieb als Hotel oder Jugendherberge. «Im Neckertal sind die Übernachtungsmöglichkeiten beschränkt, sodass die im Resorthotel vorhandenen 28 Zimmer das Angebot spürbar verbessern würden», sagte Lucrezia Meier-Schatz. Zuvor jedoch müssten die Zimmer allesamt renoviert werden, da die Inneneinrichtung noch aus den 80er-Jahren stamme und den heutigen Ansprüchen − auch im Niedrigpreissektor − nicht mehr genügen. «Zudem muss die gesamte Haustechnik erneuert werden, die auf den Betrieb des Hallenbads ausgelegt war», zählte Lucrezia Meier-Schatz nur einige der Baustellen auf, die noch auf die Betreiber warten.

Politik und Bevölkerung an Bord holen

Obwohl die meisten Aktionäre der FTN AG massgeblich auch beim Aufbau des Baumwipfelpfades beteiligt waren, seien die beiden Organisationen juristisch völlig unabhängig voneinander, betonte Lucrezia Meier-Schatz. Was sie jedoch verbinde, sei die Denkweise, wie sich die beiden Betriebe im Markt positionieren wollen, nämlich im naturnahen, nachhaltigen Tourismus. «Wenn sich aber für den Betrieb des ehemaligen Resorthotels Synergien mit dem Baumwipfelpfad ergeben sollten, würden wir diese sicher nutzen», sagte sie.

Wichtig sei, das Gespräch mit den Gemeindebehörden, dem Kanton und vor allem mit der Mogelsberger Bevölkerung zu suchen, um alle an Bord zu holen. «Wir sind uns bewusst, dass es eine schwierige Aufgabe ist, die von allen alles abverlangen werde. Wir sind uns aber auch sicher, dass wir es schaffen können», sagte Lucrezia Meier-Schatz.

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