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Zu mildes Urteil im Toggenburger Pädophilie-Prozess: Die Staatsanwaltschaft hat Berufung angemeldet

Das Kreisgericht Toggenburg verurteilte einen Mann, der über 2000 Nacktbilder und Videos von Minderjährigen gemacht hat, zu acht Jahren Haft. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft, die eine Gefängnisstrafe von 15 Jahren gefordert hat, ist die Strafe zu milde ausgefallen. Sie meldet Berufung an.
Martin Knoepfel
(Symbolbild: Imago)

(Symbolbild: Imago)

Am 21. August hat das Kreisgericht Toggenburg einen Schweizer wegen mehrfacher sexueller Nötigung, wegen mehrfacher Schändung, wegen der mehrfachen Herstellung von pornographischem Material und wegen des Besitzes solchen Materials zu acht Jahren Gefängnis verurteilt. Der Angeklagte hatte mehr als 2000 Nacktfotos und -videos dreier minderjähriger Mädchen angefertigt oder anfertigen lassen, teils mit Hilfe von deren Müttern. Die Tatorte lagen in verschiedenen Ländern Europas, zahlreiche Fotos entstanden im Alt-Toggenburg und in anderen Regionen der Ostschweiz. Offensichtlich kam das Gericht zum Schluss, dass die Mädchen sich dem Willen des Angeklagten nicht widersetzen konnten, obwohl sie mehrmals deutlich machten, dass sie die nicht nackt oder halbnackt posieren wollten.

Entschädigung beantragt

Die Staatsanwältin hatte eine Strafe von 15 Jahren beantragt. Der Verteidiger hatte einen Freispruch von den Vorwürfen der Schändung und der sexuellen Nötigung sowie eine Strafe von vier Jahre beantragt. Damit wäre der Angeklagte freigekommen, denn die Untersuchungshaft und die Zeit im vorzeitigen Strafvollzug wird an die Strafe angerechnet. Zudem hätte der Angeklagte eine Entschädigung wegen Überhaft erhalten.

Die Staatsanwaltschaft hat Berufung angemeldet und die schriftliche Urteilsbegründung angefordert. Das war von der Medienstelle der Staatsanwaltschaft zu erfahren. Der Verteidiger war am Mittwochmorgen nicht erreichbar. Nächste Instanz ist das Kantonsgericht.

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