Zeltainer in Unterwasser öffnet Bühne für Talente

Zum 14. Mal lud der Zeltainer in Unterwasser am Samstag zur Open Stage. Es wurde ein abwechslungsreicher Abend, moderiert von «Voice of Switzerland»-Gewinner Remo Forrer.

Christiana Sutter
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Die Teilnehmer der Open Stage im Zeltainer (von links): Jacqueline Schlegel, Silvia Kuratli, Nina Forrer, Cyril Kaufmann, Philipp Stuker, Jakob Näf, Remo Forrer, Laura Sacchet, Marco Knittel, Lara Zoe Knittel und Simon Keller.

Die Teilnehmer der Open Stage im Zeltainer (von links): Jacqueline Schlegel, Silvia Kuratli, Nina Forrer, Cyril Kaufmann, Philipp Stuker, Jakob Näf, Remo Forrer, Laura Sacchet, Marco Knittel, Lara Zoe Knittel und Simon Keller.

Bild: Christiana Sutter (Unterwasser, 4. Juli 2020)

«Werdet ihr manchmal auch auf euer Alter angesprochen?» Remo Forrer, Moderator der Open Stage im Zeltainer in Unterwasser, bestätigte sein Talent nicht nur mit seinem Gesang. In einer lockeren und humorvollen Art führte er am Samstag durch das Programm. «Letzthin an einer Tankstelle wollte ich nebst dem Diesel noch ein Bier bezahlen», erzählte er. Sie hätten ihn gefragt, ob er denn schon 18 Jahre alt sei. «Was denkt ihr denn, dass ich den Diesel für mein Kickboard benötige.»

14. Open Stage in 17 Jahren

Es war der 14. Open-Stage-Abend in 17 Jahren Zeltainer. Nebst Gesang gab es Komisches und Überraschendes auf der Bühne. Zwischen den Darbietungen sang Moderator Remo Forrer. Zusammen mit Jaqueline Schlegel aus Wildhaus sang er beispielsweise «Shallow» von Lady Gaga im Duett.

Die zehnjährige Lara Zoe Knittel aus Wil war an diesem Abend die Erste, die auf der Zeltainer-Bühne auftrat und zwei Lieder vortrug. Nach ihr sorgte Cyril Kaufmann aus Alt St.Johann mit seiner Michael-Jackson-Performance und authentischen Moves zu «Bad» und «Billie Jean» für Stimmung. Der Moonwalk durfte natürlich nicht fehlen.

Schräger Vogel mit schwäbischem Dialekt

Seit zwölf Jahren singt Laura Sacchet aus Lichtensteig. Die Sängerin einer Band performte solo eine Pop-Ballade. Vor der Pause kam Jakob Näf, alias Johann Sebastian Kopernikus Traber auf die Bühne. Ein schräger Vogel mit schwäbischem Dialekt. Er packte die aktuellen Hygienevorschriften in sein Programm ein und brachte mit seinen komischen Einlagen das Publikum zum Lachen.

Im bunten Anzug sind der Bauchredner Marco Knittel und sein frecher Pinguin Rudi ein Duo, das für viele Lacher sorgt. Aus dem aktuellen Programm «nicht therapierbar» trugen die beiden einige Müsterchen vor. Ein Husten des Bauchredners, Rudi schaute ihn schräg an. «Nur eine Kröte im Hals», meinte der Bauchrechner. «Das ist nichts», entgegnete Rudi, «ich habe einen ganzen Arm im Hals.»

Simon Keller und Remo Forrer treten gemeinsam auf

In einem Duett sangen Nina Forrer aus Wildhaus und Silvia Kuratli aus Nesslau. Mit einem harmonisch vorgetragenen Song begeisterten sie das Publikum. Dann, bei einem weiteren Song von Remo Forrer, versagte die Technik vermeintlich dreimal. Ein Techniker kam ihm zu Hilfe. Wobei dieser Techniker dem Sänger bekannt vorkam. Es war der Hemberger Schauspieler Simon Keller. Zusammen werden sie auch Ende September an vier Abenden ein abendfüllendes Programm im Zeltainer vortragen. Der Mundartsänger Philipp Stuker, alias Phil Sommer, trug Songs vor, die das Publikum zum Schmunzeln brachten.

«Home», die Pop-Ballade, die Noah Veraguth von Pegasus für den Sieger von «Voice of Switzerland» geschrieben hat, war der letzte Song von Remo Forrer. «Es war heute mein erster offizieller Auftritt seit dem Lockdown. Es fühlt sich grossartig an, wieder auf der Bühne zu stehen.» Ein weiterer Erfolg ist der Abschluss seiner Lehre als Sportartikelverkäufer. Er wird weiter auf dem Beruf arbeiten, in einem 80-Prozent-Pensum. Für eigenen Songs und die Musik möchte er künftig mehr Zeit haben. Es sind auch weitere Projekte mit Noah Veraguth geplant. «Genaueres verrate ich aber noch nicht.»

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