Zeitvorsprung gut ausgenutzt: Die Sanierungsarbeiten an der Herrensägentobelbrücke zwischen St.Peterzell und Bächli haben früher als geplant begonnen

Trotz Schneefall wird an der Herrensägentobelbrücke gearbeitet.

Urs M. Hemm
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«Der neuerliche Wintereinbruch im Neckertal ist vielleicht ein wenig störend, das Vorwärtskommen bei den Arbeiten an der Brücke behindert der Schnee aber keineswegs», sagt Bauleiter Ralf Stäheli von der Schällibaum AG. Als ob die Verantwortlichen den Wetterwechsel vorausgeahnt hätten, wurde mit dem Gerüstaufbau für die Sanierung der Herrensägentobelbrücke – der einzigen Verbindung zwischen St.Peterzell und Bächli – bereits am 16. und nicht wie ursprünglich geplant erst am 30. März begonnen.

«Dieser Zeitvorsprung vergrössert die Terminsicherheit sämtliche Arbeiten noch dieses Jahr abzuschliessen und die Witterungsrisiken zu reduzieren », sagt Ralf Stäheli. Der Abschluss der Sanierungsarbeiten an der im Jahr 1961 erstellten Brücke ist für den Oktober dieses Jahres geplant.

Auch nach der Sanierung wird die Herrensägentobelbrücke über ein Randbord für Fussgänger verfügen.

Auch nach der Sanierung wird die Herrensägentobelbrücke über ein Randbord für Fussgänger verfügen.

Bild: Urs M. Hemm

Brücke ist immer einspurig befahrbar

Während der ganzen Bauzeit soll die Brücke, geregelt durch ein Lichtsignal, einspurig befahrbar, das Gewicht jedoch auf 12 Tonnen beschränkt sein. Dies, weil die Brücke durch das Gewicht des Baugerüstes und der Baumaschinen bereits stark belastet werde. Angesichts dessen, dass die Brücke als Postautoroute, für die Landwirtschaft und das Gewerbe eine grosse Bedeutung hat, sei die Gewichtsbeschränkung für einen absehbaren Zeitraum vertretbar. «Zumal nach der Sanierung für die Brücke keinerlei Beschränkungen mehr nötig sein werden», versichert Stäheli.

Vorsorge für Fahrzeuge und Umwelt getroffen

«Alle Arbeiten sind so ausgelegt, dass sie zuerst auf der einen, und dann auf der anderen Fahrbahnseite ausgeführt werden können», erläutert Ralf Stäheli das Vorgehen. So wurden in Fahrtrichtung Bächli links bereits der Beton der Fahrbahn und das Brückengeländer entfernt. Als Nächstes soll das Randbord weggeschnitten werden. «An die Gitter, welche die Fahrbahn teilen, werden demnächst noch Blachen montiert, damit vorbeifahrende Fahrzeuge nicht von herumfliegenden Splittern beschädigt werden», sagt Stäheli.

Dem Beton wird mit scharfem Gerät zu Leibe gerückt.

Dem Beton wird mit scharfem Gerät zu Leibe gerückt.

Bild: Urs M. Hemm

Eine ähnliche Funktion, nämlich Umweltschäden möglichst zu verhindern, haben die blauen Folien, welche das Gerüst bedecken. «Diese Abdeckungen verhindern, dass durch die Baustelle verschmutztes Wasser von der Baustelle ins Tobel fliesst. Das belastete Wasser sammeln und behandeln wir und leiten es, sobald die Umweltvorgaben erfüllt sind, ins Gewässer», sagt Ralf Stäheli.

Vorspannseile erhöhen künftige Tragkraft

Als nächstes sollen unter der Brückenfahrbahn neue Widerlagerkammern erstellt werden. Durch diese Kammern werden dann die Vorspannseile gespannt, welche der Verstärkung der Brücke dienen. «Erst wenn diese Kabel gespannt sind, können wir mit den Arbeiten an den Randborden fortfahren. Ohne die Verstärkung wäre das Gewicht des neuen Betons zu gross», sagt Ralf Stäheli.