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Zehn Toggenburger Schwinger am Eidgenössischen in Zug

Am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Zug werden auch Toggenburger die Farben der Nordostschweiz vertreten.
Pascal Schönenberger
Das St. Galler Team ist bereit für das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest in Zug vom kommenden Wochenende. (Bild: Lorenz Reifler)

Das St. Galler Team ist bereit für das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest in Zug vom kommenden Wochenende. (Bild: Lorenz Reifler)

Seit dem Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest (Esaf) 1998 waren die Toggenburger Schwinger massgebend verantwortlich, wenn es um den Königstitel ging. 1998, 2001, 2004 und 2007 erkämpften mit Jörg Abderhalden und Arnold Forrer zwei Toggenburger den Königstitel. 2010 besiegte Kilian Wenger Jörg Abderhalden im fünften Gang und wurde am Abend König. Matthias Sempach besiegte 2013 Jakob Roth, ebenfalls im fünften Gang und Matthias Glarner bodigte 2016 Daniel Bösch im ersten Gang – beide Sieger wurden anschliessend Schwingerkönig.

Auch in diesem Jahr könnten die Toggenburger wieder ein Wort um den Königstitel mitzusprechen haben. In einer Übersicht werden hier die zehn Schwinger und die drei Funktionäre aus dem Toggenburg, welche in Zug am Start sind, vorgestellt.

Arnold Forrer (40), der König

Arnold Forrer bestreitet in Zug bereits sein achtes Eidgenössisches Schwingfest. Dabei konnte er 1998 in Bern zum ersten Mal als Eidgenosse nach Hause reisen. An den späteren Esaf war er ständig bei den Favoriten und krönte sich 2001 zum Schwingerkönig. Diese Saison ist dem Käsermeister jedoch nicht nach Wunsch gelaufen und er musste einige Anlässe abbrechen. Seine Hüfte macht dem Sennenschwinger immer wieder zu schaffen und wie bereits bekannt ist, wird er in Zug sein letztes Eidgenössisches Schwingfest bestreiten. Dass er nochmals seine Leistungen von früher abrufen kann, ist momentan wegen seiner körperlichen Beschwerden eher nicht denkbar. Trotzdem ist sein grosses Ziel, den Kranz zu erkämpfen.

Daniel Bösch (31), der Mitfavorit

Daniel Bösch gehört wie 2016 zu den Favoriten um den Königstitel. Der Unspunnen-Sieger von 2011 hatte in Estavayer-le-Lac mit Abstand das beste Notenblatt auf dem Platz, besser als der König. In dieser Saison feierte der gelernte Metzger drei Kranzfestsiege, darunter vor Wochenfrist zusammen mit Samuel Giger den Festsieg auf der Schwägalp. Somit gehört er nebst Samuel Giger und Armon Orlik zu den grössten Ostschweizer Hoffnungsträgern um den Königstitel. Seine kleine Verletzung in der Mitte der Saison brachte den Sennenschwinger nicht aus dem Konzept und er ist somit weiterhin an der nationalen Spitze anzutreffen.

Michael Rhyner (33), der Routinier

Michael Rhyner gehört als NOS-Sieger zu den Routiniers am Esaf in Zug. Er tritt zum vierten Mal an einem Eidgenössischen Schwingfest an. Sein Ziel ist klar, er möchte den Eidgenössischen Kranz erkämpfen. Bei seinen letzten drei Teilnahmen versagten bei ihm die Nerven. Er konnte sein Können jeweils nicht abrufen und musste bereits nach sechs von acht Gängen unter die Dusche. Bei seiner womöglich letzten Teilnahme in Zug will er trotz harziger Saison nochmals angreifen und um das Eichenlaub kämpfen. Seine Fussverletzung vom Winter ist nun ausgeheilt und der Weg zum Kranz liegt vor ihm.

Beat Wickli (24), der Kämpfer

Beat Wickli ist bekannt als harter Kämpfer. 2016 schnupperte er bereits am eidgenössischen Kranz und möchte bei dieser Ausgabe den Sack zumachen. Seine Saison ist nicht optimal verlaufen, da er anfangs wegen eines Arbeitsunfalls am Finger keine Feste bestreiten konnte und so etwas Wettkampfmangel aufweist. Trotzdem ist für ihn klar, dass er dank seinem harten Kampfeswillen in Zug viel erreichen kann. Es wird sich herausstellen, ob er sich am Sonntag dank hartem Kampf das Eichenlaub aufsetzen lassen darf.

Rico Baumann (24), der Ruhige

Rico Baumann vom Schwingclub Flawil ist als ruhiger und unauffälliger Schwinger bekannt. Der Turnerschwinger war bei der Selektion noch als Ersatzschwinger aufgeführt und ist jetzt nach der Schwägalp nachträglich fix ins Nordostschweizer Team gerückt, da sich zwei Schwinger verletzt haben. Der ruhige Flawiler hat in dieser Saison gute Gänge gezeigt, jedoch reichte es ihm trotz seines grossen Trainingsaufwands nur zu einem Kranz. In Zug ist sein Ziel klar: Den ersten Tag gut über die Runde bringen und am Sonntagmorgen beim fünften Gang antreten können. Vielleicht kann er trotz harziger Saison auch acht Gänge schwingen.

Pascal Heierli (20), der Fallschirmspringer

Pascal Heierli aus Ebnat-Kappel ist die «Wildsau» unter den jungen Toggenburger Schwingern. Der Lastwagenmechaniker befindet sich momentan gerade in der Aufnahmephase für Fallschirmaufklärer in der Schweizer Armee und war bis vor kurzem mit dem Fallschirm in der Luft anzutreffen. Bei dieser militärischen Funktion wird alles vom Körper verlangt. Dadurch ist er körperlich auch auf einem Topniveau. Mit zwei Saisonkränzen qualifizierte er sich für das Saisonhighlight in Zug und startet zum ersten Mal vor dieser grossen Kulisse. Wie viele Gänge er schwingen wird, ist momentan noch völlig offen.

Damian Ott (20), der Grosse

Damian Ott feierte letzte Saison seinen ersten Teilverbandskranz und ist dank seiner Grösse von 194 cm kein Schwinger, welcher leicht zu bezwingen ist. Mit seinen langen Beinen hat er schon diverse bekannte Schwinger besiegt und feierte am Sertig-Schwinget Ende Juli seinen ersten Regionalfestsieg. Dank der Schlussgangteilnahme am St.Galler Kantonalschwingfest und des Festsiegs reist der Schwinger vom Schwingclub Wil mit viel Selbstvertrauen nach Zug. Ob er dort auf dieser Welle weiterfahren kann, wird sich am Sonntagabend bei der Rangverkündigung herausstellen.

Marcel Räbsamen (19), der Freche

Marcel Räbsamen war der Überraschungsmann dieser Saison unter den Toggenburger Schwingern. Mit gleich drei Saisonkränzen und Siegen über Samir Leuppi und den Eidgenossen Erich Fankhauser machte er auf sich aufmerksam. Bereits am Zürcher Kantonalschwingfest Anfang Mai überraschte er mit dem Kranzgewinn. Anschliessend bestätigte er seine Leistung mit dem Kranz in Schaffhausen und am St.Galler Kantonalschwingfest in Widnau. Bei seiner ersten Teilnahme an einem Eidgenössischen Schwingfest in Zug kann er somit voll angreifen und hat nichts zu verlieren. Seine Frechheit kann er in Zug gut gebrauchen und eine Überraschung ist nicht ausgeschlossen.

Lars Rotach (19), das Geburtstagskind

Auch Lars Rotach gehört wie Marcel Räbsamen zu den Überraschungen in dieser Saison. Mit zwei Saisonkränzen qualifizierte er sich verdient für das Eidgenössische Schwingfest in Zug. Der Sennenschwinger aus Ulisbach ist einer der fleissigsten Trainingsbesucher in der Nordostschweiz. Die Belohnung dafür ist nun, dass er nach Zug reisen kann. Für ihn wird das Esaf in Zug sowieso lange in Erinnerung bleiben. Denn am Sonntag feiert der Toggenburger seinen 20. Geburtstag und er hofft natürlich, dass er auch an diesem Tag auch noch als aktiver Schwinger dabei ist.

Werner Schlegel (16), der Favoritenschreck

Werner Schlegel aus Hemberg ist erst 16 Jahre alt und feierte bereits Anfang Saison seinen ersten Sieg. In Ebnat-Kappel schwang der Sennenschwinger am Toggenburger Verbandsschwingfest oben aus. Auch sein Kranz am Nordostschweizer Schwingfest und der Kranzgewinn am Berner Oberländischen Schwingfest in Interlaken brachten den jungen Schwinger immer wieder in den Vordergrund. Dadurch wurde er für einige Schwinger zum Favoritenschreck, da sie gegen ihn sehr vorsichtig kämpften und er ihnen wichtige Punkte abnehmen konnte. Auch bei ihm wäre es möglich, dass er acht Gänge schwingt.

Beat Abderhalden (40), der Königsmacher

Beat Abderhalden gehört als Technischer Leiter der Nordostschweizer Schwinger zu den Personen, welche für die Einteilung am Eidgenössischen Schwingfest verantwortlich sind. Zusammen mit seinen vier Kollegen aus den anderen Teilverbänden und dem Technischen Leiter des Eidgenössischen Schwingerverbandes wird er mitentscheiden, wer in Zug König wird. Abderhalden wird nach dem Esaf und nach sechsjähriger Tätigkeit als Technischer Leiter zurücktreten. Dass er das Amt mit einem Schwingerkönigstitel für die Ostschweiz abgeben kann, ist nicht unmöglich.

Jörg Abderhalden (39), der TV-Experte

Dank seinen drei Königstiteln ist Jörg Abderhalden nach seiner Karriere zum Schwing-Experten beim Schweizer Fernsehen geworden. Er wird nach 2013 und 2016 zum dritten Mal als Experte für das Fernsehen tätig sein. Im Studio des Schweizer Fernsehens wird er zusammen mit Matthias Sempach und Moderator Sascha Rufer das Fest in Zug nach jedem Gang analysieren und die Zuschauer bestens über den Festverlauf informieren.

Urban Götte (36), der Betreuer

Der Toggenburger Eidgenosse Urban Götte vertritt das Nordostschweizer Team in Zug als Betreuer. Er selbst erkämpfte sich 2004, 2007 und 2013 den Kranz am Esaf und weiss genau, was es braucht, um Eidgenosse zu werden. Mit seiner langjährigen Erfahrung wird er die Ostschweizer Schwinger unterstützen und beraten. Die jungen Toggenburger Schwinger profitieren von seinem Können schon länger. Dank seiner coolen Art kommt er bei den jungen Schwingern gut an und könnte in Zug auch den einen oder anderen Toggenburger Schwinger pushen.

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