Zehn Prozentpunkte weniger: Lütisburg will tiefsten Steuerfuss im Toggenburg

Sagen die Lütisburgerinnen und Lütisburger an der Bürgerversammlung Ja, senkt die Gemeinde den Steuerfuss auf 125 Prozent. Gleich tief wie Nesslau.

Ruben Schönenberger
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Die Brückengemeinde Lütisburg will die Steuern senken.

Die Brückengemeinde Lütisburg will die Steuern senken.

Bild: Timon Kobelt

Die Lütisburger Stimmbürgerschaft wird an der Bürgerversammlung vom 31. März darüber entscheiden, ob der Steuerfuss in der Gemeinde um zehn Prozentpunkte auf 125 Prozent gesenkt werden soll. Stimmt sie zu, würde Lütisburg im Toggenburg zusammen mit Nesslau die Spitzenposition einnehmen.

Möglich wird die Steuersenkung «aufgrund der positiven finanziellen Entwicklung und des sehr hohen Eigenkapitals», wie die Gemeinde im aktuellen Mitteilungsblatt schreibt. So sei der Rechnungsabschluss 2019 sehr erfreulich ausgefallen. Die Erfolgsrechnung schliesst mit einem Ertragsüberschuss von fast einer Million Franken. Budgetiert waren lediglich rund 100'000 Franken.

Steuererträge in erwarteter Höhe

Zurückzuführen ist das auf tiefere Aufwendungen in allen Kontengruppen, wie der Mitteilung zu entnehmen ist. Bei der Bildung fielen die Ausgaben um 150'000 Franken tiefer aus, beim Verkehr gar um 330'000 Franken. Die Steuererträge lägen im Rahmen des Budgets.

Für das angebrochene Jahr rechnet die Gemeinde mit einem Aufwandüberschuss von rund 340'000 Franken. Geplant sind Nettoinvestitionen von 364'000 Franken plus 200'000 Franken im Bereich der Spezialfinanzierung Meteorwasserkanal Oberdorf. Im Budget 2020 sei kein «Wunschbedarf» enthalten, schreibt die Gemeinde. Es werde gar sparsam budgetiert und auf Anschaffungen verzichtet, «insbesondere auch im Bereich des Werkhofs und der Verwaltung». Die budgetierten Ausgaben seien notwendig, der überwiegende Teil der Ausgaben gebunden und nicht beeinflussbar. Auffallend sei der höhere Finanzbedarf der beiden Schulgemeinden, der um über 600'000 Franken höher liegt als in der Rechnung 2019.

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