Zehn Prozentpunkte weniger: Lütisburg will die Steuern senken

Die Brückengemeinde weist für 2019 einen Ertragsüberschuss von 953'000 Franken aus.

Beat Lanzendorfer
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Im Lütisburger Gemeindehaus konnte eine erfreuliche Rechnung zusammengestellt werden.

Im Lütisburger Gemeindehaus konnte eine erfreuliche Rechnung zusammengestellt werden.

Bild: Beat Lanzendorfer

In der vergangenen Woche hätte die Vorversammlung der Gemeinde Lütisburg stattgefunden – sie musste abgesagt werden. Ins Wasser fällt auch die Bürgerversammlung, welche am 31.März vorgesehen war. Beides Auswirkungen des Coronavirus.

Die Bürgerinnen und Bürger können über die Rechnung 2019 und das Budget 2020, sowohl der Gemeinde als auch der Schule, am 19.April an der Urne abstimmen.

Fast eine Million Franken Gewinn

Die Rechnung 2019 weist einen Ertragsüberschuss von 953'000 Franken aus. Budgetiert war ein solcher von 107'500 Franken. 450'000 Franken werden der Reserve für die Mehrzweckhalle zugeführt, 503'000 Franken dem Eigenkapital zugewiesen. Somit erhöht sich dieses auf über neun Millionen Franken.

Der gute Abschluss veranlasst den Gemeinderat, der Bürgerschaft den Antrag zu stellen, den Steuerfuss um zehn Prozentpunkte auf 125 Prozentpunkte zu senken.

Saniertes Brückendach für die Brückengemeinde

Laut Auskunft von Gemeindepräsidentin Imelda Stadler erhielt im letzten Jahr die Thurbrücke für 282'142 Franken ein neues Dach. Ein Pick-up sowie ein Traktor für den Werkhof seien in der Rechnung mit 181'232 Franken ausgewiesen. Definitiv abgeschlossen sei die Sanierung der Bergstrasse, verbunden mit dem Einbau des Deckbelags. Mit 226'496 Franken Baukosten konnte das Budget unterschritten werden.

Fertig sei auch die sanierte Stützmauer entlang der Bergstrasse für 286'409 Franken. Der Abschnitt Horn wurde saniert. Hier betragen die Gesamtkosten 296'901 Franken. Der letzte grössere Posten betrifft die Meteorwasserleitung in Gonzenbach, deren Baukosten mit 319'675 Franken beziffert werden.

Investitionen für rund 1,2 Millionen Franken

Das Budget 2020 sieht Investitionen von rund 1,2 Millionen Franken vor, die ordentlich abgeschrieben werden. Dazu gehört die Sanierung der Schiessanlage Steig (324'000 Franken), der Bau des Meteorwasserkanals Oberdorf (200'000 Franken), sowie der Richt- und Rahmennutzungsplan (40'000 Franken).

Zudem hätten die Oberstufe BuGaLu und die Primarschule einen um 622'000 Franken höheren Finanzbedarf angemeldet. Das Budget sehe einen Aufwandüberschuss von 339'200 Franken vor. Als Gründe nannte Stadler unter anderem, dass in den nächsten Jahren ein jährlicher durchschnittlicher Betrag von 250'000 bis 300'000 Franken für Strassen der 1. und 2. Klasse investiert werden müsse.

Schulpräsidentin muss auf ihre erste Versammlung warten

Für die vor einem Jahr zur Primarschulpräsidentin gewählte Marianne Burger Studer wäre es die erste Versammlung in ihrem Amt gewesen, das sie am 1.April 2019 antrat. Sie hätte berichtet, dass die Rechnung 2019 gegenüber dem Budget um 61'638 Franken besser abschliesst, was sie mit einem Minderbedarf in fast allen Bereichen begründet.

Beim Budget 2020 hat die Schule gegenüber dem Vorjahr einen Mehrbedarf von 94'400 Franken. Höhere Kosten beim Personalaufwand, zusätzliche Mittel für interaktive Wandtafeln, Ersatz für Turnmaterial und die Beschattung für die Fenster werden benötigt. Dafür entfallen die Aufwendungen für das ICT-Projekt, das QS-Konzept und das Projekt Zusammenzug Kindergarten/Schule. Diese Projekte seien alle abgeschlossen.

Baukredit soll eingehalten werden

Weitere Themen der Schulpräsidentin wären die Schülerzahlentwicklung bis ins Schuljahr 2023/24 gewesen sowie Informationen zu den Geschäften des Schulrates. Im Weiteren hätte sie die Anwesenden zum Projekt Schulraumerweiterung informiert. Es sei nach wie vor das Ziel, den genehmigten Baukredit von 4,589 Millionen Franken einzuhalten.

Details zur politischen Gemeinde sowie zur Primarschulgemeinde sind in der gemeinsam gedruckten Jahresrechnung zu finden.