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In Ebnat-Kappel werden Zahnbürsten aus heimischer Buche hergestellt

Das Jung-Unternehmer-Zentrum war diesmal zum Impulsapéro bei der Ebnat AG zu Gast. Diese ist damit beschäftigt, ein Projekt für die Produktion von Zahnbürsten aus Schweizer Buchenholz umzusetzen.
Urs M. Hemm
Auf einem Rundgang erhielten die rund 30 Teilnehmenden des Impulsapéros Einblick in die Produktion der Ebnat AG. (Bild: Urs M. Hemm)

Auf einem Rundgang erhielten die rund 30 Teilnehmenden des Impulsapéros Einblick in die Produktion der Ebnat AG. (Bild: Urs M. Hemm)

«Die Zahnbürste aus Holz ist sicherlich keine neue Erfindung», sagte Michele Vela, Direktor der Ebnat AG, den etwa 30 anwesenden Besuchern des Impulsapéros des Jung-Unternehmer-Zentrums. Was aber neu und die grosse Herausforderung sei, ist diese industriell in hochstehender und gleichbleibender Qualität herzustellen. Über die Schwierigkeiten des ganzen Entwicklungsprozesses der Zahnbürste aus Holz bis hin zur serienmässigen Produktion berichtete neben Michele Vela Pascal Fischbacher, Produktentwickler bei der Ebnat AG.

Vorteile gegenüber der Konkurrenz

Die Ebnat AG stelle bereits seit über 40 Jahren Holzzahnbürsten her, sagte Michele Vela. «In den vergangenen Jahren waren es aber lediglich rund 500 Stück pro Jahr, die wir exklusiv für eine amische Gemeinschaft in den Vereinigten Staaten produzieren.» Gleichzeitig habe man aber den ansteigenden Trend zu Holzzahnbürsten ausserhalb solcher Gruppierungen früh erkannt und vor rund zweieinhalb Jahren den entsprechenden Projektauftrag erteilt.

«Schätzungen gehen davon aus, dass weltweit ein Absatz von jährlich 250 bis 600 Millionen Stück möglich ist.»

Gegenüber möglichen Konkurrenten sehe sich die Ebnat AG dadurch im Vorteil, da sie sich den Umgang mit dem Werkstoff Holz gewohnt sind, einen Vorsprung im Produktions-Know-how von Zahnbürsten haben und eigene Produktionsanlagen bauen. Um diese gute Ausgangslage ausnützen zu können, brauchte es im Vorfeld umfassende Abklärungen auf der Stufe Entwicklung.

Spezielle Lösungen für ein spezielles Produkt

Zahnbürsten aus natürlichem Material, vor allem aus Bambus, seien vor allem im asiatischen Raum verbreitet. «Wir entschieden uns für Buchenholz, vor allem, weil es sich zum einen dabei um ein regionales Produkt handelt», erläuterte Pascal Fischbacher. Zum anderen würden in der Schweiz keine Biozide eingesetzt und Buche erfülle in hohen Masse die geforderten ISO-Normen. «Darüber hinaus ist auf dem Markt die Zahnbürste aus Buchenholz ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber der aus Bambus gefertigten.» Zuletzt wolle die Firma mit dieser Wahl ihrer sozialen und ökologischen Verantwortung nachkommen.

Danach mussten Lösungen für die Produktion erarbeitet werden. So mussten angepasste Verfahren für das Formen der Zahnbürste, das Bohren der Löcher für die Borsten, das Stanzen sowie für die Verpackung entwickelt werden. Dafür wurden in Zusammenarbeit mit einem ansässigen Maschinenbau-Unternehmen in einem langwierigen Prozess neue Produktionsmaschinen entworfen, welche im Sommer bereitstehen sollten.

Nach diesem Einblick in die Entwicklung und Lancierung eines neuen Produkts, was immer Chancen, aber auch Risiken birgt, erhielten die Teilnehmenden auf einem Rundgang durch die Produktionshallen der Ebnat AG einen Einblick in die komplexen Produktionsprozesse der Ebnat-Kappler Firma – natürlich unter strenger Einhaltung der gebotenen Reinhaltevorschriften.

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