Brunnadern
Wirkstatt Auboden: Die Kräuterspirale ist eingeweiht

In Brunnadern wurde eine Kräuterspirale mit zwölf Metern Durchmesser angelegt. Es handelt sich damit wohl um einer der grössten in der Schweiz. Die Kräuter werden an Führungen vorgestellt und in der Küche des Aubodens verwendet.

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Die Kräuterspirale misst zwölf Meter.

Die Kräuterspirale misst zwölf Meter.

Bild: PD

(pd) Nährend auf allen Ebenen – so könnte man das vergangene Wochenende wohl zusammenfassen. Kräuterkunde zum Anfassen und Erleben – dies ermöglicht die Kräuterspirale der Wirkstatt Auboden in Brunnadern, welche am letzten Wochenende mit einem Kräuterfest eingeweiht wurde.

Am südlichen Hang vor dem Gästehaus wurde in den letzten Monaten eine dicht bepflanzte Kräuterspirale angelegt. Die Kräuterspirale ist ein Trockenbiotop, das durch den Gründer der Permakultur, Bill Mollison, bekannt geworden ist. Die Steine der Trockenmauer speichern die Sonnenwärme und geben sie langsam an die Umgebung ab, auch wenn die Sonne nicht mehr scheint. Man spricht dabei vom «Kachelofeneffekt».

Mit einem Durchmesser von rund zwölf Metern ist die Kräuterspirale der Wirkstatt Auboden zu einer begehbaren Oase geworden und gehört zu den wohl grössten ihrer Art in der Schweiz. Die zahlreichen Pflanzen auf engem Raum werden durch die filigranen «Hüterinnen» der Künstlerin Margrit Gyr aus Degersheim ergänzt – eine einzigartige Begegnung von Kräutern und Kunst.

Für Gruppen werden ab sofort unter der Leitung der Kräuterfachfrau Sonja Maurer Führungen und Vorträge angeboten. Gerne wird das Angebot ergänzt durch die biologische Gout Mieux Küche des Aubodens, zum Beispiel in Form eines Kräuterapéros oder eines der Jahreszeit angepassten Kräutermenus.

Achtsamkeit und Respekt für die Natur

Achtsamkeit und Respekt im Umgang mit der Natur ist für das Team der Wirkstatt Auboden eine Herzensangelegenheit. Seit viereinhalb Jahren vereint der Betrieb ein Seminarhaus mit einem integrierten Institut für Persönlichkeitsentwicklung, ein Gästehaus mit rund 30 Betten, einen biologischen Restaurationsbetrieb sowie einen eigenen Laden mit viel Eingemachtem wie Sirups, Chutneys, Kräutersalz und vieles mehr. Aus dem grossen Garten sowie den anliegenden Gewächshäusern wird die Seminarküche mit frischem Gemüse beliefert. Lange Transportwege fallen weg, was wächst, wird an Ort und Stelle verwertet und verarbeitet. Die wertvollen Kräuter nehmen da neben dem Gemüse einen wichtigen Stellenwert ein.

Die Kräuter standen am Wochenende im Zentrum

Am vergangenen Wochenende wurde den Gästen in der Wirkstatt Auboden einiges geboten: Sei es eine Führung durch den neu erstellten Kräutergarten oder über den ganzen Betrieb, der Besuch eines Kräuterworkshops, andächtiges Lauschen eines Kräutermärchens oder ein Kreistanz; für jedes Interesse und Alter war etwas mit dabei.

An den Marktständen vor dem Gästehaus konnte Kräuterkosmetik kennen gelernt oder auch besondere Kräuter erworben werden; ob Rosenweihrauch, Opalbasilikum oder Aztekensüsskraut, manch einer staunte ob der Vielfalt und erstaunlichen Heilkraft der Kräuterwelt. Ein Kräuterrisotto vom Feuer, eine bunte Salatvielfalt und ein Brunchbuffet am Sonntag liessen sogar die Hitze schnell vergessen. Nach der feierlichen Einweihung der Kräuterspirale verlieh das Trio rond om de Säntis dem festlichen Anlass mit Hackbrett, Geige und Bass eine herrliche Stimmung.