«Wir möchten die Qualitäten der Dörfer stärken»: Weshalb sich die Architekten des Zürcher Studios Noun derzeit im Obertoggenburg engagieren

Das Architektenduo Philipp Schaefle und Hendrik Steinigeweg arbeiten derzeit an mehreren Projekten im Obertoggenburg. Sie haben aber auch schon Aufträge in der Stadt ausgeführt.

Sabine Camedda
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Der moderne Holzbau im Chüeboden ist an die Umgebung angepasst.

Der moderne Holzbau im Chüeboden ist an die Umgebung angepasst.

Bild: PD

Das neu erstellte Einfamilienhaus auf dem Chüeboden, Unterwasser, ist das erste Projekt, das Philipp Schaefle und Hendrik Steinigeweg gemeinsam unter dem Namen Studio Noun ausgeführt haben. Es wird aber nicht das einzige bleiben. Vor kurzem hat die Gemeinde Wildhaus-
Alt St. Johann ein weiteres Baugesuch bewilligt. Dabei haben die Architekten einen neuen Anbau an ein bestehendes Bauernhaus geplant, welcher als zusätzlicher Wohnraum genutzt wird. Er ersetzt einen heute ungenutzten Heustock.

Die beiden Architekten sind zudem in mehrere Projekte in Nesslau involviert. Als Erstes planen sie den Umbau einer Scheune. Für ein grösseres Vorhaben arbeiten sie eine Studie aus. Dabei gehe es darum, Bauland im Zentrum sinnvoll zu überbauen. Angedacht ist Wohnraum, der den Bedürfnissen aller Generationen gerecht wird. Zudem befassen sie sich mit einem Bauprojekt an der Hauptstrasse in Nesslau, das aber noch ganz am Anfang steht.

Die Architekten Hendrik Steinigeweg (links) und Philip Schaefle, die zusammen 2019 das Studio Noun in Zürich gegründet haben.

Die Architekten Hendrik Steinigeweg (links) und Philip Schaefle, die zusammen 2019 das Studio Noun in Zürich gegründet haben.

Bild: PD

«Wir finden Projekte spannend, die das Potenzial haben, eine vorhandene Dorfstruktur weiterzuentwickeln», sagt Philipp Schaefle.

«Wir möchten die Qualitäten der Dörfer stärken.»

Auch wenn sich Philipp Schaefle und Hendrik Steinigeweg stark mit dem Bauen im ländlichen Raum auseinandersetzen, realisieren sie auch Projekte in der Stadt. Bereits umgesetzt haben sie den Umbau einer Küche in einem 100 Jahre alten Haus in Basel. Weitere Projekte in Planung zeigen, dass Holz nicht immer der zentrale Baustoff sein muss. «Wir legen grossen Wert darauf, dass wir jedes Projekt in Einklang mit der Situation und der Umgebung bringen. Das ist jedes Mal eine Herausforderung», sagt Hendrik Steinigeweg.

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