«Wir leben für den Dorfladen» – Volg in Brunnadern ist «Laden des Jahres»

Der Volg-Dorfladen Brunnadern gehört zu einer der fünf ausgezeichneten Verkaufsstellen in der Schweiz. Die Freude im Team ist gross.

Cecilia Hess-Lombriser
Hören
Drucken
Teilen
Andreas Müller, Regionaler Verkaufsleiter, Irene Bösch, Monika Landolt, Stellvertretende Ladenleiterin, Jacqueline Bleiker, Ladenleiterin, Manuela Steiger, Claudia Hügli und vorne liegend Samuel Huldi, Lernender im dritten Jahr (von links).

Andreas Müller, Regionaler Verkaufsleiter, Irene Bösch, Monika Landolt, Stellvertretende Ladenleiterin, Jacqueline Bleiker, Ladenleiterin, Manuela Steiger, Claudia Hügli und vorne liegend Samuel Huldi, Lernender im dritten Jahr (von links). 

Bild: PD

Die Freude war riesig, als das Team um Ladenleiterin Jacqueline Bleiker Ende Januar erfuhr, dass der Volg-Dorfladen Brunnadern zum «Laden
des Jahres» gekürt wurde. Es ist eine Auszeichnung, die Volg jedes Jahr vergibt. Mit an vorderster Front sind Bettmeralp VS, Onnens VD, Schnottwil SO und Walperswil BE.

«Wir haben uns umarmt und hatten
fast Tränen in den Augen»
Jacqueline Bleiker, Ladenleiterin

Jacqueline Bleiker, Ladenleiterin

Bild: Cecilia Hess-Lombriser

«Wir haben uns sehr, sehr über die Anerkennung für unsere tägliche Arbeit gefreut. Wir leben für den Laden und sind ein gutes Team. Wir haben uns umarmt und hatten fast Tränen in den Augen, als wir davon erfuhren», erzählt Jacqueline Bleiker, seit 2013 beim Volg in Brunnadern und seit 2014 Ladenleiterin.

Das Ladenteam tut alles für seine Kundschaft

Die Auszeichnung aus Stein.

Die Auszeichnung aus Stein.

Bild: Cecilia Hess-Lombriser

Die Auszeichnung in Form eines Volg-Schriftzugs aus Stein und einer Urkunde steht seit der Übergabe im Februar rechts von der Kasse.
Viele Kunden hatten sie übersehen, weil sie sich bereits aufs Bezahlen konzentriert hatten, wussten jedoch von der Auszeichnung aus dem Mitteilungsblatt der Gemeinde Neckertal. «Wir haben sehr viele Reaktionen erhalten. Die Kundinnen und Kunden haben uns gratuliert
und sich mit uns gefreut. Wir hätten es verdient, meinten sie», fasst Jacqueline Bleiker die Rückmeldungen zusammen.

«Wenn nötig, tragen wir eine Tasche ins Auto»

«Grundsätzlich erfahren wir, dass man froh um den Dorfladen ist. Dadurch lebe das Dorf. Wir stellen immer wieder fest, dass wir zum spontanen Treffpunkt werden und die Leute miteinander ins Gespräch kommen.» Dem Volg-Motto «frisch und fründlich» lebt das Team aus Überzeugung nach und leistet täglich einen grossen Einsatz– nicht nur wegen der Auszeichnung. «Unsere Kunden bedeuten uns alles. Wir grüssen sie möglichst mit Namen, bedanken uns für den Einkauf und verabschieden sie. Wenn es nötig ist, tragen wir eine Tasche ins Auto oder bestellen auf den nächsten Tag, was gewünscht wird, oder weisen auf besondere Aktionen hin, wenn wir die Vorlieben kennen», zählt die Ladenleiterin auf.

Blumen, Auszeichnung und eine Einladung zum Nachtessen 

Andrea Sutter, Verkaufsleiter der Volg Detailhandels AG Verkaufsregion Ost, hatte im Januar gleich nach der entsprechenden Sitzung von unterwegs angerufen und die freudige Mitteilung gemacht. Im Februar kam er zusammen mit dem regionalen Verkaufsleiter Andreas Müller, überreichte allen Blumen und die Auszeichnung und lud das Team zum Nachtessen ein. Um die Auszeichnung «Laden des Jahres» zu erhalten, braucht es mehr, als «frisch und fründlich» zu sein, wie Jacqueline Bleiker erklärt.

Unangemeldete Überprüfungen gibt es zweimal im Jahr 

Die von Volg vorgegebenen Jahresziele müssen erreicht werden: Umsatz, Stundenleistung, die Abschreiber, die Inventur. Monatlich kommt der regionale Verkaufsleiter vorbei und bewertet das Erscheinungsbild des Ladens sowie des Personals nach den Volg-Vorgaben. Zweimal jährlich wird der Laden von weiteren Volg-Führungskräften unangemeldet überprüft und bewertet. Aus allen Kontrollen und den Kennzahlen setzt sich dann das Resultat zusammen, das zu einer Auszeichnung berechtigt. «Wir geben unser Bestes und kontrollieren, damit alles frisch präsentiert wird, das Gemüse- und Früchte-Gestell bis am Abend gefüllt sowie frisches Brot bis zum Ladenschluss erhältlich ist. Auch sonst werden die Verkaufsregale laufend aufgefüllt und sauber gehalten. Wir machen das gerne für unsere Kundschaft», betont Jacqueline Bleiker.

Vorausschauende Planung ist wichtig

Die Ladenleiterin gibt Einblick in das tägliche Geschäft. Es gibt saisonale Artikel und saisonale Verkaufsschwankungen. Für besondere Feste wie Weihnachten und Ostern oder auf die Ferienzeit muss das Sortiment angepasst und die Warenbestellung deshalb klug geplant werden. Die Datenkontrolle gehört zur täglichen Routine. «Ich kann mich zum Glück auf ein gutes und selbstständiges Team verlassen. Mit Monika Landolt habe ich eine ausgezeichnete Stellvertreterin», freut sich Jacqueline Bleiker. Der Lernende Samuel Huldi beendet im Sommer seine Lehre und verabschiedet sich dann. Eine Nachfolgerin ist bereits bestimmt worden.

Verkäuferin in einem Modegeschäft 

Jacqueline Bleiker wohnt mit ihrem Lebenspartner in St.Peterzell. Sie ist Mutter von zwei erwachsenen Kindern, hatte ursprünglich die KV-Lehre absolviert. In einer grossen Käserei hatte sie in der Administration gearbeitet, Publikumsmessen geleitet und das Personal dafür organisiert. Später war sie Verkäuferin in einem Modegeschäft. Seit 2013 arbeitet Jacqueline Bleiker im Volg in Brunnadern; ein Jahr später wurde sie Ladenleiterin. «Da lege ich viel Herzblut hinein», sagt sie. «Das ist mein Kind, da fühle ich mich wohl.

«Ich packe selber an und will ein Vorbild sein»

Der tägliche Umgang mit den Kunden gibt mir viel. Die positiven Rückmeldungen bestätigen uns als Team.» Sie führe die Angestellten bestimmt und herzlich, sei grosszügig, wenn es um private Interessen gehe. Sie verlange von sich und allen anderen den gleichen Einsatz und gestalte die Arbeitspläne ausgewogen. «Ich packe selber an und will ein Vorbild sein.»