«Wir haben tolle Anlässe durchgeführt» – FDP Toggenburg trotz Verlusten positiv gestimmt

Trotz weniger Stimmen als 2016 war die Stimmung beim FDP-Wahlstamm in Wattwil heiter. Sorgen macht der rückläufige Stimmenanteil in Hochburgen.

Martin Knoepfel
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Guter Dinge, obwohl das Wahlziel verfehlt wurde: Urs Stillhard (Wahlkampfleiter), Ruben Schuler (2. Ersatz), Imelda Stadler und Kilian Looser (Kantonsräte), Andrea Abderhalden (1. Ersatz) und Simon Seelhofer (Präsident FDP Toggenburg).

Guter Dinge, obwohl das Wahlziel verfehlt wurde: Urs Stillhard (Wahlkampfleiter), Ruben Schuler (2. Ersatz), Imelda Stadler und Kilian Looser (Kantonsräte), Andrea Abderhalden (1. Ersatz) und Simon Seelhofer (Präsident FDP Toggenburg).

Bild: Martin Knoepfel

Bei der Begrüssung herrschte eine liberale Vielfalt vor. Traditioneller Handschlag, Wuhan-Shake, Touchieren mit den Ellbogen oder der aus US- Ghettos bekannte Fist-bump waren zu sehen.

Die FDP Toggenburg führte gestern ihren Wahlstamm mit rund 40 Besuchern im Wattwiler Thurpark durch. Und noch etwas war ungewöhnlich. Obwohl die Partei im Vergleich zu 2016 Stimmenanteile eingebüsst hatte - sie fiel von 19,6 Prozent auf 17,1 Prozent zurück -, herrschte eine aufgeräumte Stimmung vor. Ob das am Ländlerduo lag?

Rückeroberung des dritten Mandats als Ziel

2016 hatte die FDP Toggenburg gegenüber 2012 rund zwei Prozent Stimmen und das dritte Mandat verloren. «Das Ziel war der dritte Sitz. Man muss die Ziele hoch setzen. Das Team ist nicht verantwortlich, dass es nicht geklappt hat», sagte Wahlkampfleiter Urs Stillhard.

Am meisten besorgt zeigte er sich ob des Umstands, dass so wenige Stimmbürger wählen gegangen seien. Die meisten Kandidaten seien sehr aktiv gewesen. Gefreut habe ihn auch, dass die Jungen bei allen Aktivitäten dabei gewesen seien, sagte Urs Stillhard.

Sorgen bereiten Stimmenverluste in den Hochburgen

Im Gegensatz zu anderen Parteien habe die FDP tolle Anlässe durchgeführt. Auch die Plakatierung sei professionell gewesen. Punkto Mobilisierung könnte man mehr machen, merkte Urs Stillhard an.

Sorgen bereitet ihm der Umstand, dass die FDP in ihren Hochburgen Obertoggenburg, Ebnat-Kappel und Wattwil Stimmen eingebüsst hat. An die Adresse der CVP hielt er fest, dass dort die Frauenliste keine Chance auf ein Mandat gehabt habe, während die FDP die einzige Kantonsrätin im Toggenburg stellt.

Lob für die Jungfreisinnigen

Er sei enttäuscht vom Resultat der Partei, nicht vom eigenen Ergebnis, sagte Simon Seelhofer, Präsident der FDP Toggenburg. Und er hielt gleich fest, dass alle Kandidaten ein besseres Ergebnis verdient hätten. «Alle sind coole Typen.»

Auch die Jungen hätten einen sehr engagierten, motivierten und professionellen Wahlkampf geführt. Sie hätten denn auch den Stimmenanteil gesteigert. Die Jungen seien ein Versprechen für die Zukunft, attestierte ihnen Simon Seelhofer, der zudem dem Wahlkampfleiter Urs Stillhard dankte, was die Besucher der Wahlfeier mit starkem Applaus quittierten.

Den Schwung mitnehmen für die nächsten Jahre

Man habe das Ziel, stärkste Jugendpartei zu werden, verfehlt, räumte Nicola Stillhard, Präsident der Jungfreisinnigen Toggenburg ein. Er rief dazu auf, den Schwung aus den Wahlen mitzunehmen und in den kommenden vier Jahren gute Arbeit zu leisten.

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