Wipa muss erneut Einbussen hinnehmen – dafür sind die Sanierungen in den Wiler Parkhäusern nach rund zwei Jahren abgeschlossen

Die Sanierungen der Parkhäuser Bahnhof und Altstadt prägten die vergangenen zwei Jahre. Vor allem der ungeschützte Beton der 29-jährigen beziehungsweise 21-jährigen Parkhäuser musste dringend erneuert werden.

Dinah Hauser
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Armin Eugster (rechts) und Thomas Wipf präsentieren die Ergebnisse der Generalversammlung im Parkhaus Altstadt.

Armin Eugster (rechts) und Thomas Wipf präsentieren die Ergebnisse der Generalversammlung im Parkhaus Altstadt.

Bild: Dinah Hauser

Der Geruch von Farbe und neuen Räumen überdeckt den des Abgases. Das Parkhaus in der Wiler Altstadt ist fast fertig saniert. Hier informieren Armin Eugster, Verwaltungsratspräsident, und Thomas Wipf, Geschäftsführer, über die 40. Generalversammlung der Wiler Parkhaus AG (Wipa). Wegen der Coronapandemie hatte diese erstmals schriftlich stattgefunden. «Viele Aktionäre haben sich beteiligt», sagt Armin Eugster. 64 Couverts sind eingegangen, was 720 der 800 Aktienstimmen ausmacht. Armin Eugster sagt:

«Das Jahr 2019 war geprägt von grossen baulichen Herausforderungen.»

Die Sanierungsarbeiten, welche im Mai 2018 im Parkhaus Bahnhof begannen und im Parkhaus Altstadt derzeit ihr Ende finden, wirkten sich erneut negativ auf den Umsatz aus. Dieser beträgt rund 2,57 Millionen Franken (2,72 Millionen Franken im Vorjahr), woraus ein Minus von 5,7 Prozent resultiert. Auch der Reingewinn verzeichnet ein Minus von 18,8 Prozent von 230'000 Franken auf 187'600 Franken. Die ausbezahlte Dividende wird bei 4 Prozent und insgesamt rund 72'000 Franken belassen.

Der erneute Rückgang von Gewinn und Umsatz wird verständlich, wenn man bedenkt, dass etwa das Parkhaus Altstadt im Herbst für fünf Wochen geschlossen werden musste. Eigentlich war vorgesehen, die Ein- und Ausfahrten im laufenden Betrieb zu sanieren. Da die Polizei jedoch die Verkehrsregelung auf der Tonhallenstrasse nicht bewilligte, folgte eine Totalschliessung. «Glücklicherweise haben wir für alle Dauermieter eine Ausweichlösung gefunden», sagt Thomas Wipf.

Helles Parkhaus mit blau-weisser Dynamik

Der Geschäftsführer erklärt die Sanierungsarbeiten der beiden Parkhäuser, die 29 beziehungsweise 21 Jahre in Betrieb waren. Der Beton war bis anhin ungeschützt und vor allem die im Winter von den Autos hereingetragenen Salze sickerten bis zu den Armierungseisen durch. Diese wiederum fingen an zu rosten. Darum wurden der beschädigte Beton und Armierungseisen ersetzt und auf dem Boden vier Schichten aufgetragen, die den Beton abdichten. Diese seien 25 bis 30 Jahre beständig, die oberste Schicht 10 bis 15 Jahre.

Im Parkhaus in der Altstadt hat sich die künstlerische Ausgestaltung geändert. Statt der Viehmarktsil­hou­et­ten in gelb-weiss haben die Künstler Max Zeintl und Bernhard Salzmann die Dynamik eines Parkhauses aufgegriffen und Wände mit verschlungenen Linien in drei Blautönen ausgestaltet. Die Kunden seien zufrieden mit dem Resultat eines hellen und frischen Parkhauses. «Insgesamt ist die Sanierung gelungen», sagt Armin Eugster. Parkplätze habe es immer noch gleich viele und die Preise ändern sich vorerst nicht.

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